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Tie Bergregion.
mit der größten Schlauheit Fische und Wasservögel beschleichcn soll. Aufden Bäumen und im Gebüsch belauert sie alle kleineren Vögelarten und dieEichhörnchen und richtet oft unter den Waldhühnern großen Schaden au.Größeren Tieren, wie Hasen und Murmeltieren, springt sie auf den Rückenund zerbeißt ihnen die Pulsader. Ist ihr Sprung fehlgegangen, so verfolgtsie die Tiere nicht weiter, da sie auf der Erde zu wenig behende und ihrGeruch zu stumpf ist, wie bei der Mehrzahl der Katzenartcn. Ihre Haupt-nahrung bilden ohne Zweifel die Mäuse; doch verachtet sie auch Aas nichtund tötet alle warmblütigen Tiere, die sie bezwingen kann. In dem Mageneines einzigen Exemplars hat man schon die Überreste von 26 Mäusengefunden. Nie füllt sie den Menschen ungereizt an.
Gewöhnlich liegt sie den ganzen Tag auf einem Aste ausgestreckt undsucht ihre Beute durch einen Sprung aus dem Hinterhalte zu erreichen. Sosieht sie oft der Jäger, wie sie ruhig daliegt und ihn nach Art des Baum-marders und des Luchses mit funkelnden Augen ruhig anstarrt. Nun nimmdich wohl in acht, Schütze, und fasse die Bestie genau aufs Korn! Ist siebloß angeschossen, so fährt sie schnaubend und schäumend auf. Mit hoch-gekrümmtem Rücken und gehobenem Schwänze naht sie zischend dem Jäger,setzt sich wütend zur Wehr und springt auf deu Menschen los. Ihre spitzenKrallen haut sie oft so fest ins Fleisch, besonders in die Brust, daß man siefast nicht losreißen kann, und solche Wunden heilen sehr schwer. Tie Hundefürchtet sie so wenig, daß sie sich oft längere Zeit jagen läßt, ehe sie bäumt,und selbst freiwillig vom Baume herunterkommt, wenn sie den Jäger nochnicht gewahrt. Es setzt dann fürchterliche Kämpfe ab. Die wütende Katzezielt gern nach den Augen des Hundes und verteidigt sich mit der hart-näckigsten Wut, so lange noch ein Funke ihres höchst zähen Lebens in ihr ist.So kämpfte im Jura ein wilder Kater, auf dem Rücken liegend, siegreich gegendrei Hunde, von denen er zweien die Tatzen tief in die Schnauzen gehauenhatte, während er den dritten mit den Zähnen an der Kehle fcstgepackt hielt —eine Verteidigung, zu der er des äußersten Blutes und unbegreiflicher Gewandt-heit bedurfte, und welche gleichzeitig eine hohe Klugheit verrät.
Das Hausleben dieses gefährlichen Tieres ist noch gar wenig beobachtet,da es sich äußerst gut zu verbergen weiß. Ältere Exemplare sind durchausnicht zu zähmen. Sie rammeln im Februar wie die zahme Katze unter häß-lichem Geschrei; das Weibchen wirft im April oder Mai L—6 blinde Jungein einer Baumhöhlung und ätzt und verbirgt sie und spielt mit ihnen wie jene.Tie Jungen sollen leicht gezähmt werden können und sich wie Hauskatzenhalten.
Ihr Pelzwerk ist sehr elektrisch, wie das des Fischotters, und gilt doppeltso viel als das der zahmen Katze. Ter Winterpelz ist sehr dicht, doch brechendie Stachclhaare desselben leicht ab. Noch fehlt sie auf manchen größerenMuseen, da sie in neuerer Zeit seltener geworden ist. Wir untersuchten vor