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Erster Band.
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hinderten sic daran *). Sie hofften, wenn jemals ihreStadt zerstört werden sollte, als Herren des Oceans aufdieser den Siegern unbekannten Insel einen Zufluchtsortzu linden. Es ist bekannt, dafs der Name der Tyrrhc -ner, in Verbindung mit dem der Pelasger, eine grofseVerbreitung zu der Zeit gehabt hat, wo der dem Scylaxvon Carvanda zugeschriebcue Pcriplus abgefafst wordenist, in welchem selbst Rom nach Tyrrhenien verlegt wird(Hudson, (ß'cogr. minor., Tom. I, Sryl. Caryand., p. 2).h öniff.smaint **), der gelehrte Verfasser der Geographiedes Aristoteles, vermuthet sogar, dafs der Stagirit, wenner von alten, zwischen den Karthaginienscrn und den Tyr-rhenern geschlossenen Handelsverträgen spricht, den Ver-trag der Römer, dessen Uebersetzung uns bei Polybius auf-bewahrt ist***), habe bezeichnen wollen: aber Diodorspielt in der Stelle, mit der wir uns hier beschäftigen,ohne Zweifel auf eine viel ältere Epoche an. NachStrabo (libr. VT, p. 410 Almei., p. 267 Casaub.) wider-selzten sich, bald nach dem trojanischen Kriege, die tyr-rhenischen Seeräuber, welche damals die Herrschaft zurSee hatten, der Anlegung von Kolonien in Sicilien : daman nun allgemein annimmt, dafs die Gründung von Ga-

*) Aristoteles schreibt die Entdeckung der Insel den Karthaginicn-sem 7.u, Diodor den Phöniziern, und alles, was er über die Erbauungund Einrichtung des Ilerkulestempels 7.11 Gadcs sagt, beweist hinreichend,dafs er sie hier nicht mit den Karthaginienscrn verwechselt. Er er-wähnt die let7.tercn nicht eher, als nachdem er von der Nebenbuhler-schaft der Tyrrhener gesprochen hat. Dem Aristoteles zufolge veran-lafste die Furcht vor der Unabhängigkeit der Kolonisten, durch derenHandel der Mutterstadt Eintrag geschehen könnte, den Senat zu jenerstrengen Mafsregel.

**) [Die mathematische, physische und politische. Geographie desAristoteles sind von diesem Gelehrten in sechs Programmen (Schleswig ,18031805) behandelt worden.]

***) Letronne , im Journal des Savans , fecriertnai 1825,P . 236.