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der Entdeckung von Amerika . Es wird dadurch unmit-telbar die Bedeutsamkeit der vom Inca Garcilasso, vonGomara und Acosta mitgetheilten *) Erzählung entkräftet,nach der ein Schiffer von Iluelva, Namens Alonzo San-chez, der auf einer Ueberfahrt von Spanien nach den Ka-narischen Inseln im Jahre 1484 durch Ostwindc bis zuden Küsten von San Domingo verschlagen worden zusein vorgab, bei seiner Rückkehr nach Terceira in Co-lumbus den ersten Gedanken zu seiner Unternehmungangeregt haben sollte. Schon Oviedo nennt diese Ge-schichte „eine Fabel, die unter dem gemeinen Volke um-herläuft,“ und die gchciuinifsvolle Reise des Alonzo San-chez ist in der Thal um zehn Jahre jünger, als die Cor-respondenz mit Toscanelli. Wenn indessen diese Cor-respondenz beweist, dafs Columbus sich mit dem Plane,das Land der Spezereien auf dem Westwege aufzusuchen,lange Zeit zuvor beschäftigte, ehe er mit dem berühmtenAstronomen von Florenz in Verbindung trat, so bleibt esdoch immer unentschieden, welcher von beiden, Colum-bus oder Toscanelli, zuerst die Möglichkeit eingesehenhat, diesen neuen Weg der Schifffahrt nach Indien zueröffnen. Toscanelli war, wie wir schon oben bemerkthaben, sieben und siebzig Jahre alt, als er seinen Gedan-ken dem Kanonikus Martinez mitthcilte; und cs ist sehrwahrscheinlich, dafs die Ucbcrzeugung von der Kürze desWeges (brevtssimo camino ) durch den atlantischen Oceansich in seinem Geiste von sehr früher Zeit herschrieb.Er sagt sehr bestimmt: „Obgleich ich schon häufig (otrasmuc/ias veces ) von den Vorlheilen, welche dieser Wegzu gewähren im Stande sein dürfte, gehandelt habe, sowill ich doch jetzt, nach der ausdrücklichen Aufforderung,welche der durchlauchtigste König (von Portugal) an michbat ergehen lassen, eine bestimmte Nachweisung über den
*) Garcil. Commcnl. Reale i lib. I, cap. 3. Gomara, Ilitt. de latIndiat, cap. 13. Acosla, lib. I, c. 19.