451
mufs mit den Säulen des Herkules beginnen, die in derältesten Zeit Säulen des Saturn oder ßriareus genanntwurden. Strabo untersucht da, wo er von der Grün-dung der Stadt Gadcs durch die Tyrier handelt, mit vie-lem Scharfsinn und grofser Unbefangenheit, was man un-ter der Benennung Säulen zu verstehen habe; er fragt,ob Denkmäler, durch Menschenhände entstanden, ihrenNamen dem Orte mitgetheilt hätten, neben welchem sieerrichtet worden wären. Er spricht von „Altären, Thür-men oder Säulen“, die geeignet seien, die Gränzcu einerFahrt zu bezeichnen *); aber die Wörter Bild oder Sta-tue des Herkules finden sich nicht bei dem Geographenvon Amasia; sie gehören einer Stelle des Kommentars au,welcher von Eustathius über das Gedicht des PeriegelenDionys von Charax abgefafst ist **). Es ist bekannt, dafssich die Araber vielfältig mit dem Herkules beschäftigt ha-ben, welchen sie unaufhörlich mit Alexander ***) odervielmehr mit jener zweigehörnten Person, JJsulkarna'in,verwechselten, welche die Meerenge von Cadix gegra-ben haben, und deren Epoche bis zu den Zeiten desAbraham zurückgehen soll. Der Geograph von Nu bien , dessen verschiedene hierauf bezüglichen Worte ichin einer gemeinschaftlichen Anmerkung zusammenstelle f),
**) Eustath., Comment. in Dion. Perieget. 64, 10 ( Bern-hardy, Geograpbi graeci minoret , Vol. I, p. 96). Diese Bildsäu-len des tyrischen Herkules befanden sich nicht in dem Innern des Tem-pels von Gadcs, nach der Angabe des Philostratus, welcher ohne diepunischen Charaktere auf den mctallnen Säulen des Tempels zu erken-nen, sagt, dafs die Schriftziige weder indische noch ägyptische seien,was mir höchst merkwürdig erscheint. ( Philostr., vita Apoll . Tyan.,V, 5. Opp. ed. Olear., p. 190.).
***) De Alexandro, Itercule Arabum. Hartmann, AfricaEdrisi, p. 8 und 313.
■J") „ Memorant autem in qualibet ex dictis insulis (Perenni-bus) cerni statuam lapidibus constructam et unamquamque statuam
29 *