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einem absichtlicheu Betrüge des Seefahrers beimifst, wasuach meiner Ansicht nur eine Folge der Unordnung ist,die in dem abgestatleten Berichte herrscht, und der vonunwissenden oder eifersüchtigen Erklärern hinzugefügtenGlossen; Navarrete , sage ich, steht nicht an, auszu-sprechen, dafs die in den Archiven zu Simancas undSevilla aufbewahrten Urkunden uns gestatten, demThun und Treiben des Amerigo Vespucci von 1505 bis1512, dem Jahre, in welchem er starb, ohne Unterbre-chung zu folgen. „Also nur von 1500“, so fährt er fort,„bis zum Schlufs des Jahres 1504 kann er in Portugal sich niedergelassen haben und für die Portugiesen gese-gelt sein.“ Nachdem der gelehrte und unparteiische Her-ausgeber der Coleccion de Viages Espaiioles die fürdiesen Gegenstand höchst wichtigen Zeugnisse des Sebas tian Cabot , Nuiio Garcia und des Juan Vespucci, Nef-fen des Amerigo, mitgetheilt hat, Zeugnisse, die Muiiozunter den Aktenstücken aufgefunden hat, welche sich aufdie im Jahre 1515 gepflogene Bcrathung über die De-markationslinie beziehen, fügt er nachstehende Wortehinzu: „Man kann aus allen diesen in der Casa de Con-tratacion zu Sevilla aufgefundeneu Aktenstücken schlie-fsen, dafs Amerigo Vespucci an den Küsten von Bra silien gesegelt ist, dafs er das Vorgebirge des Heil.Augustin*) gesehen und dessen Breite auf 8° s. fest-gestellt hat, indem er wahrscheinlich als untergeordnetesMitglied der Schiffsmannschaft an einer von jenen por-tugiesischen Expeditionen Theil nahm, welche von Lis sabon in der Absicht ausgeseudet wurden, neu entdeckteLänder aufzusuchen und zu bevölkern. Brasilien warzum ersten Mal im Januar und April des Jahres 1500von Vicente Yaiiez l’inzon, Diego de Lcpe, Alonzo Vclezde Mendoza und Pedro Alvarez Cabral gesehen worden;
*) Intra iactam lineam ( Alcxandri Scxti 1\), licet negent nonnulli,cadit eius terrae cuipis, Sancti Augustini caput appellata. (An-ghiera, Ocean. Der. II, lib. VIII, p. 186.)
IM. III.
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