wie von mehreren, namentlich von Dahlmann bei Pertz , Monutn.German. II, p. 699, angenommen worden ist, so ist Gröulandschon viel früher von den Isländern (oder Scotcn?) entdeckt wor-den. So nahe auch der Gedanke an eine spätere Interpolation zuGunsten des erzbischöflichen Sitzes von Hamburg liegt {Walter,Corp. iuris antiq German , II, p. 395, u. a. haben die angeführ-ten Worte ganz weggelassen), so weist ihn Pertz doch zurück,weil dieselben oder ganz ähnliche Worte in den Diplomen Gre-gors IV, der Urkunde Johann’s X für den Erzbischof Unni vomJahre 915, des Benedikt IX in der Charte für den Erzbischof Adal bert vom Jahre 1042 oder 1043 und mehreren anderen Urkundenvon Viktor II (1055), Innocenz II (1133) u. s. w. Vorkommen.S. Staphorst, Ham burgische Kirchengeschichte, Th. I, Bd. 1,S. 26 folgd. Ferner spricht gegen die Interpolation die Stelle inder Vita Sti Rimberti, cap. 1 bei Pertz II, p. 765, wenn gleichdie analogen Worte in der Vita S. Anskarii, cap. 13 (Pert'l>II, p. 699) nach dem Diplom Gregor’s IV interpolirt sein mögen.Als muthmaJslichen Urheber des Betruges (wenn einer Statt gefun-den) nennt Langcbeck den Erzbischof Adelbert, Zeitgenossen Adam’svon Bremen .]
Bd. 11, S. 9, Anm. [^Besonders auffallend ist der Gebrauch des Wer-tes latiu im Anfänge des Perceval von Chrestien de Troyes (Schmidt in den Wiener Jahrbüchern , XXIX, S. 90):
Ce fu au tems que arbre florissentFuelles , boscage, pre verdissent ,
Et eil oisel en lor LatinDolcement chantent au matin etc.
Vcrgl. auch die in Bd. I, S. 319 Anm. angeführte Stelle.JBd. II, S. 72, Anm. Z. 13. Nach den Werten wie die Kaiser fugehinzu: [ Mabillon de Re Diplomatien , I, 10, 4, p. 42 sq.JBd. II, S. 83, Z. 19. [Wie sehr sich übrigens diese Identificirungennach dem Vaterlande und den geographischen Verhältnissen derSchriftsteller raodificirten, ersieht man aus den Gest. Abbat . Fon-taneliens. (des Klosters Fontenelle bei Rouen ) c. 6 bei PertX ,Monum. German, histor., II, p. 273, wo die Seine ( Sequana )der Geon genannt wird. An die Yonne ist dort nicht zu denken,denn es heilst deutlich: Ab austro idem maximus fluviorumGeon , qui et Sequana , commerciis navium gloriosus , abun-danlia piscium praestantissimus , distans ab eodem coenobio (derAbtei des Heil. Wandregisil zu Fontenelle) passus 805.]