Das oberste Glied der Keuper-Gruppe ist in Württemberg nach v. Alberti dessen „Versteinerungs - reicher Sandstein vonTübingen etc.“, wovon er die Knochen-Schicht zu Degerloch trennt, um sie dem Lias zuzuweisen. Was aber diese Breccie anReptilien- und Fisch Resten enthält (Nothosaurus, Gyrolcpis,Saurichthy«, Ceratodus, Hy bodus etc.), eharakterisirt nochdie Trias zum Thcil in identischen Arten, und nicht den Lias *, wieaus vielen nachfolgenden Beispielen erhellen wird. Ihr Gehalt stimmtwesentlich überein mit dem des „Bone-bcd“, welches zu Äust-cliffund Axmouth bei Bristol die Basis des Lias bildet und lange mitdiesem verbunden worden ist, bis Agassiz zuerst darin die Fisch-Reste des Muschelkalks erkannte *. Überhaupt aber ist der Über-gang der Gesteine und organischen Wesen dieser Periode in diefolgenden wohl der allmählichste , welcher in Europa zwischen2 Perioden exislirt, und im Unterlias-Sandstein der nachfolgendenPeriode findet sich das sandige Material des Keuper-Gebildes mit denPelrcfakten des Lias - Kalks in Wechscllagerung zu den Schichtendes letzten.
So entsteht nur noch die Frage, ob die Letten-Kohle nachAlberti’s und Plieninger's Ansicht schon mit der Keuper-, odernach Quenstedt noch mit der Muschelkalk-Gruppe zu verbinden seye,da nach beiden Seilen hin Gründe angeführt werden. Während vieleKonchylien so wie die Nothosaurus-Reste, obwohl diese nicht unbe-dingt da sie vereinzelter bis ans Ende der Keuper-Gruppe Vorkommen),
wodurch vor Absatz des Bunt-Sandsteins die tieferen Gebirge bis mit demVogesen-Sandstcin liings des ganzen Rhein-Thaies von Basel bis illaynzin den Vogesen und der Hardt , im Schwar-zwald, Odenwald und Spessart gehoben worden sind, — und das IIcT>ungs-Sy.stem des Thüringer Waldes ,wodurch vor dem Niederschlage des Lias’ alle altern Schichten bis mitdem Keuper im Thüringer - und Böhmer - Walde, in den SW.-Vogesen, imAveyron -Dpt., zwischen Aval ton und Aulun sowie am Olgmpe aufgerich-tet wurden. Tn andern Gegenden sind dieselben Schichten theils in Ruhegeblieben, theils noch nicht genauer untersucht. Legt man dieses geolo-gische Moment der Eintheilung zu Grunde, so müsste freilich der Vogesen -Sandstcin von der Trias ausgeschlossen werden; aber Brongnurt's obenerwähnte Benennung „Periode Vosgienne“ scheint zu zeigen, dass aucher aus paläontologischcn Gründen hier eine Abgrenzung nicht bedingt findet.
* Pr.iF.NiNG. Palüont. Württ. 105.
' 5 ' ! • Juhrb. 1811, 568, 806, 1813, 118, 856.