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Zweiter Band.
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bezeichnet hat vgl. III, S. 5), wo in dessen Folge eine abweichendeLagerung der Schichten eintritt und Trümmer älterer Gebirge sofortdie neuen Schichten zusammensetzen, da wird man die untre Grenze,zwischen Keuper und Unterlias-Sandsteins, als mit dieser Hebung zu-sammenfallend betrachten, wie gering auch der Unterschied in derGebirgs-Natur und den organischen Resten unmittelbar über und unterdieser Grenze seyn mag. Wo jenes Grenz-Zeichen aber fehlt, da lassenwir den Lias unmittelbar über demBone-Bed (a. a. 0.) beginnen, dasin vielen Gegenden vorhanden ist; es ist offenbar ein Niederschlagim offenen Meere während längerer Ruhe-Zeit erfolgt. Wo auchdieses Kriterium mangelt, lässt sich freilich die Grenze nicht ganzgenau angeben; doch sind Thalassiten mit Ammonitcs psilonotus(A. torus), Helicina polita, Lima gigantea, Ammonites Bucklandi,sobald sie auflrcten, als erste Boten des Oolithen-Gebirges zu be-trachten*. Die obre Grenze, gegen die Kreide bin, ist in Xorddeusch-lund und England hauptsächlich angedeutet 1) durch die Zwischen-lagerung einer mächtigen Süsswasser - Formation, der Wealden-Formation, welche wir noch mit zu den Oolithen rechnen; sowie2) durch dasHebungs-System des Erzgebirges, ein System vonGebirgs-IIebungen, wodurch an vielen Orten, wo jene Süsswasser-Formation mangelt, wie im Erzgebirge , in den Cerennen, im Jura,in der Cdle dor, am Mont-Pilas, am Ost-Rande des Französischen Zentral-Plateaus, die ältren Schichten vor dem Niederschlage des Neo-comiens aufgerichtet worden sind (W. 40° S. 0. 40° W.;, und wo-mit gleichzeitig auch die Hebung des Kaukasus , doch in andrer Rich-tung, NWSO., erfolgte. Der mehrfiiltige Wechsel von meerischenund Süsswasser-Bildungen im Innern dieser Periode und das Ausbleibenbald dieses und bald jenes Formations-Gliedes auf weite Länder-Strecken hin beweist jedoch, dass auch in der Zwischenzeit zwischen

* Sogar mit der ersten Periode soll die gegenwärtige gemein haben : S cr-p n 1 a s o e i a 1 i s Gf. , Hippopodium ponderosum und P o s i d o n o in y aB ec h c r i: wenigstens kann ich hievon P.Bronni noch immer nicht unter-scheiden. Wie cs sich mit dem von Hisingeh behaupteten Vorkommen vonG ry p h a ea a rcua ta und Lima gig a n t ea auf Gotlland verhalte, wo nurSilur - Gesteine herrsehen, ist noch nicht aufgeklärt. Was das angeb-liche Zusannnenvoikominen von Anthrazit-Pflanzen mit Lias-Versteinerungenin den Alpen der Tarentaise betrifft, so war man im Begriffe als ausgemachtanzusehen, dass sich beide zwar in nächster Berührung in ähnlichen Ge-steinen, aber doch immerhin in verschiedenen Schichten finden (O. Hreu i.Jahrb. 1850, 657 ff.), bis Sismond* kürzlich einen B e I e m n i t e n und Farneder Kohlen-Zcit in einem Handstücke beisammen fand.