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C. G.Calwers Käferbuch : Naturgeschichte der Käfer Europas : zum Handgebrauche für Sammler / C. G. Calwer ; herausgegeben von G. Jäger
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II
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Unter dem Herzrohr liegt der Verdauungsschlauch. Derselbe be-ginnt im Kopf mit dem zwischen den FresSwerkzeugen liegendenMund, in den sich meist ein Paar Speicheldrüssen ergiefsen, und endetmit dem After am Hinterende des Leibes. Man unterscheidet an ihmeinen kurzen dünnen Vorderdarm (Speiseröhre, Oesophagus), einenziemlich langen weiteren Mitteldarm (Magen) und einen wieder enge-ren Hinterdarm. An der Grenze zwischen Mitteldarm und Hinter-darm öffnen sich in ihn einige Paare feiner Röhren, .in denen eineharnartige Absonderung gebildet wird: sie heifsen Harngefäfse oderMalpighische Röhren. Unter dem Darm, auf der Bauchseite derLeibeswand befestigt, zieht der Centralnervenstrang, der miteinem die Speiseröhre umgebenden Nervenknotenring im Kopfe be-ginnt und in seinem Verlauf durch Brust und Bauch noch mehrereKnoten besitzt. Von ihm entspringen die Nerven für die Muskelnund Sinneswerkzeuge. Als Werkzeuge für die Atmung besitzen dieInsekten reich verästelte den ganzen Körper und alle Organe durch-ziehende Röhren (Tracheen), die sich an mehreren bestimmten Punk-ten, den sogenannten Stigmen oder Atmungslöchern, nach aufsenöffnen. Diese Röhren bestehen aus einer elastischen Haut, derenLichtung offen steht; drückt das Insekt seinen Leib zusammen, soentweicht die Luft nach aufsen, wie aus einem Kautschukrohr, dasman zusammendrückt, und wenn der Druck nachläfst, so füllen sichdie Röhren wieder. Insbesondere bei den Larven liegt in der Leibes-höhle , die übrigen Organe deckend und einhüllend, eine gelblicheflockige Masse: der Fettkörper. Die Geschlechtswerkzeugeliegen im Hinterleib und zwar männliche und weibliche stets auf zweiverschiedene Tiere verteilt. Das Wesentlichste der weiblichen Ge-schlechtswerkzeuge sind die Eierstöcke, die meist gegliederte Röhrendarstellen und sich in den Eileiter öffnen; an letzteren befinden sichhäufig noch Nebenapparate (Samentasche, Kittdrüsen, Begattungstasche).Manche weibliche Insekten besitzen noch bohrende und stechende Werk-zeuge, mit denen sie entweder ihre Eier an ihren Bestimmungsortbringen (Legebohrer), oder sich verteidigen (Stachel). Die männlichenGeschlechtswerkzeuge bestehen aus den samenbereitenden Hoden, denSamenleitern und dem Begattungsglied.

Von Sinnes Werkzeugen kommen den Insekten meist deut-liche, oft sehr entwickelte Augen zu, von denen die Hauptaugenzu zweit (öfters auch zu viert) seitlich am Kopfe sitzen und vieleFelderchen an der Oberfläche tragen (facettierte Augen). Aufser-dem haben viele noch sogenannte Nebenaugen, die auf der Stirnezwischen den Hauptaugen stehen. Gesonderte Gehörorgane sind