XXXVII
einige kleine Pillenschachteln aus Pappe mit oder benutzt die aller-wärts aufzutreibenden Zündholzschachteln und bringt die frischen totenKäfer so hinein, dafs immer auf eine Lage Käfer ein Fliefspapicrkommt, und schichtet sie so fest, dafs sie sich beim Schütteln nichtmehr bewegen können.
Zu Hause werden die Käfer sorgfältig, damit sie nicht zerbrechen,herausgenommen und vor dem Anspiefsen wieder aufgeweicht. Zuletzterem Behuf darf man aber nie blofses Wasser nehmen. Das vor-züglichste, aber mit der notwendigen Vorsicht anzuwendende Ver-fahren ist die Aufweichung in einer giftigen Flüssigkeit, wodurchder Käfer gegen jede spätere Zerstörung durch Ungeziefer oder Schim-mel gefeit wird.
Ich verdanke die Kenntnis dieser Methode Hrn. Dr. Kämmererdahier, dessen so behandelte Käfersammlung die schönste und reinsteist, die ich je gesehen habe.
Sein Verfahren ist folgendes: die völlig trockenen Käfer werdenje nach ihrer Gröfse 3—12 Stunden in eine Lösung von 1 Teil arsenik-saurem Natron in 200 .Teilen destilliertem Wasser, die nach der Lösungfiltriert wurde, gelegt. Sodann wird die Flüssigkeit samt den Käfernauf ein in einem Glastrichter befindliches P'ilter geschüttet, wo mandie Käfer liegen läfst, bis die Flüssigkeit vollkommen abgelaufen istund die Käfer an der Oberfläche trocken, aber noch biegsam sind.Jetzt werden sic abgenommen und angespiefst. Wenn ein Teil desGiftes an der Oberfläche der Käfer sich ausscheidet, so mufs die Ober-seite mit einem steifen in Weingeist getauchten Pinsel abgewaschenund nachher mit einem weichen trockenen Pinsel getrocknet werden.Die Unterseite bleibt wie sie ist. Stark behaarte Käfer müssen aberauch unten ausgewaschen und ihre Haare mit einem trockenen Pinselwieder aufgekämmt werden. Sind die Käfer fertig, so trocknet mansie auf dem Spannbrett, wenn es sehr grofse sind. Kleine kann manohne weiteres der Sammlung einverleiben.
Eine einzige Ausnahme von dieser Behandlung müssen bedufteteKäfer, z. B. Chalcophora mariana, Birrhus etc. erfahren, da hiebei derDuft verloren geht. Man weicht sie auf einem feuchten unter einemGlas befindlichen Schwamm auf, spiefst sie an und bestreicht nur dieUnterseite mit der Arseniklösung.
Selbstverständlich ist, dafs man während der Manipulation mitden vergifteten Käfern dieselben möglichst wenig mit den Fingernberührt, sondern sich hiezu der Pincette bedient, sich nachher dieHände wäscht und das giftgetränkte Filtrierpapier vernichtet, damit esnicht in Unrechte Hände kommt. Von Gefahr ist also eigentlich nicht