Buch 
Beiträge zur Elementar-Geometrie / von K. Fr. Krebs
Entstehung
Seite
9
JPEG-Download
 

fl

I.elirsatz VIII.*)

Vhj. 7 a.

Zieht man aus einer Ecke A eines Dreiecks ABC die Mittellinie AMund eine zweite Gerade AN so, dass / BAN / CAM, so verhalten sich diedurch die letztere auf der Grundlinie BO erzeugten Abschnitte wie die Qua-drate der anliegenden Dreieckseiten, d. h. es ist

BN : CN = AB 2 : AC 2

Beweis I. (L)

Man verlängere AM, mache EM = AM und verbinde E mit B und 0, wodurchdas Parallelogramm ABEO entsteht. Ferner verlängere man AN bis zum Schnittpunkt Dmit BE und ziehe NG, DF || AB, so ist

A ABI) :

A ABN = AD : AN

0)

A ACE :

: A ACN = CE : GN

= FD : GN

= AD : AN

(2)

Aus (1)

und (2) folgt

A ABD :

A ABN = A ACE : A ACN

oder

A ABD :

A ACE = A ABN : A ACN

(3)

Nun ist

aber A ABD

A ACE, somit

A ABD :

A ACE = AB 2 : AC 2

(4)

Da ferner

A ABN :

A ACN = BN : CN

( r >)

so erhält man aus (4) und (5) wegen (3)

BN : CN = AB 2 : AC 2

Beweis II.

Da die Dreiecke ABN und ACM einen Winkel gleich haben, so verhält sich

A ABN : A ACM == AB . AN : AC. AM (1)

aber auch A ABN : A ACM = BN : CM (2)^

Aus (1) und (2) ergiebt sich nun die Delation

AB . AN : AC. AM = BN : CM (3)

Ebenso ist, da die Dreiecke ABM und ACN einen Winkel gleich haben,

A ABM : A ACN AB .AM : AC. AN (4)

aber auch A ABM : A ACN = BM : CN (5)

Aus (4) und (5) folgt dann:

AB. AM : AC. AN = BM : CN (6)

Durch Multiplikation der Proportionen (3) und (6) erhält man, weil BM = CM ist:AB 2 : AC 2 = BN : CN

*) Man vergleiche diesen Lehrsatz mit Lehrsatz I in Adams:Die merkwürdigsten Eigenschaftendes geradlinigen Dreiecks, Winterthur , Steinersclie Buchhandlung, 1846.

2