219
C o ) ö»
die wohl zu z. biß 4- Marck halten, inglcichen ein Silber-undKupffer-Kies mit Lasurmnd Berg-grün.
§ io. Au Seittendorff ward unter dem Herrn von EzetteritzAnno 1712. gleichfalls ein altesBerg-Gebau, welches anfänglich voneinem Welschen erschärffet und gebauet worden/ der endlich wohl dar,innen durch Unglück sein Leben mag geendiget haben / weil man bey je-tzlgerGewaltigung einTodten-Gerippe darinnen gefunden/entdecket/weilschon vor unterschiedenen Jahren von einem Bauer ohnweit der Gru-be schöne glantzende Erde ausgcackert, und von einigen vor feineKupftfer-Erde gehalten worden/ wie denn auch der beybehaltene Name die-ses Ortes / welcher bishero die Silber-Zeche genennet worden, hievonstarcke Muthmaßung gegeben, absonderlich hat man aus denen herumgeftreueten Schlacken, ^ rücke Schmeltz-Tiegeln, Kohlen und ausge-schmoltzenem Crtze leicht urtheilen können, daß daselbst allbereit mit Ef-fect gearbeitet worden; und ist solcher Bau vermuthlich in dem kocki.brZrtlischen Kricgeum das Jahr 4Z9. und dem kurtz darauff erfolgtenZuge dieses Königes Georgii in Böhmen wieder die Breßlauer , wel-cher hier zu gegangen, und die Berg-Leute dabey versaget, eingegan-gen, weßwegen man auch diesem Schacht den Namen gegeben: Darunverhoffte Glücke, und über den Eingang auff eineTaffel nachgesetztelnfcriprion setzen lasten:
Ein unverhofft Gelück, durch Gottes Wunder-HandWard hier in dieser Klufft nach schlechter Müh bekannt,
Laß, der du hier eingehst, des Höchsten Lob erschallen,
So wird noch ferner hin sein Seegen auff uns fallen.
Das Ertz ist ein Silberhaltiger und fiiessichter Braunstein, welchersich auch bald in gar schlechter Tcuffe schon mit4 6. bis 8.Loth Sil-ber erwiesen , künfftig aber nach aller Berg - mannischen Muthmas-sung und Hoffnung mehr zu Gold als Silber zeiget. ES bricht aucheine Leite neben dem Gange unter der Tamm-Erden ein viertelkachter tieff , der 3. Loth Silber halt- Das ausgehende von demGange ist röthlicht und weiß. Zu DanmHausen ward auch vor Zeiten
Ek r Sil-