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Einleitung.
leibeö darlegen, sondern sie will auch zeigen, wie sich diese allgemeineForm verändere in den verschiedenen Gruppen der Kerfe, und wieweit eine solche Umgestaltung und Veränderung gehen könne, ohnedaß dabei der Begriff des Kerfs zerstört werde.
Der Zweck dieser Wissenschaft ist sonach in ihrem wesentlichenZuhalte schon ausgesprochen. Der innere Drang des menschlichenGeistes nach fortgesetzter Belehrung, nach Erweiterung des Kreisesseines Wissens, ist die Ursache, warum wir die Naturkörper überhauptstudircn und erforschen; doch fallen bei diesem Studium allerlei nütz-liche Entdeckungen sür das tägliche Leben mit ab, welche sonach auchden offenbaren Nutzen der Wissenschaft zeigen, deren Gewinnung aberniemals Hauptzweck wissenschaftlicher Bestrebung sein kann.Auch aus dem Studium der Kerfe werden sich solche Resultate erge-ben, wie am gehörigen Orte gezeigt werden soll.
§. 2 .
Es zerfällt nun nach obigen Andeutungen die Naturgeschichte derKerfe oder Insekten in zwei große Abschnitte, nehmlich in deneinleitenden oder allgemeinen Theil, und in die besondere systematischeNaturgeschichte derselben.
Jener, der allgemeine Theil, lehrt uns die Kerfe kennen, theilsrücksichtlich ihres äußeren Baues, theils hinsichtlich der inneren Orga,nisation, theils belehrt er uns über die vielfachen Lcbenserscheinungen,welche in dieser Thierklasse sich darbieten, endlich giebt er die allgemei-nen Gesichtspunkte an, nach welchen die Kerfe an einander gereihetund naturgemäß eingetheilt werden müssen. Darnach ergeben sichfolgende Abschnitte:
1. Die Kunstsprache, Orismologie, gewöhnlich Termino-logie *) genannt, enthält die mannigfachen Ausdrücke für die am Kerftleibe wahrnehmbaren Verschiedenheiten und macht uns zugleich mitden äußerlich sichtbaren Theilen in den verschiedenen Perioden ihresLebens bis zur vollkommenen Entwickelung bekannt.
2. Die Anatomie, auch, als vorzugsweise Zergliederung derInsekten, Entomotomie genannt, belehrt uns über den innerenBau derselben, und die Form wie die Textur ihrer Organe.
*) Kirbu Sät statt des Bastardwortcs Terminologie die Benennung SriS-molsaie eingeführt, welche aber, weil lie von äyto,-äg (icr^nnus, stellnl>!o> herkömmt,eigentlich Horismologie Muten müßte. Da indeß die Abwertung des 8>str. --per beivielen Name» üblich geworden ist, so haben wir auch hier seine Schreibart beibehalte».