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Allgemeine Entomologie / von Hermann Burmeister
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Drittes Kapitel. Besondere Orismol-ogie.

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was aber, wegen der anderweitigen Bestimmung dieses Wortes, kaumzulässig sein dürfte.

Den flachgedrückten Füßen (tarsi üoxreZsl) stehen die zusam-mengedrückten (tai'si eompiessi) entgegen. Zn größter Ausbil-dung finden sich dieselben bei den Bienen. Hier nehmlich rückt daserste Fußglied enger an das Schienbein und scheint nur ein Abschnittdieses zu sein, während es doch eigentlich zu jenem gehört. Der Grunddieser Umgestaltung liegt in der Lebensweise der Bienen; denn mitHaaren bekleidet, wie auch das Schienbein in diesem Fall (Taf. 8.Fig. 27.), dient es als Träger des Blüthcnstanbes. Man nennt solchebehaarte Schienbeine, in Verbindung mit diesem ersten Fußgliede,Bürste (sarotlirnm), wie oben erwähnt wurde. Die zweite Art derzusammengedrückten Füße ist den Schwimmkäfern eigen (Taf. 8. Fig.18.), doch ist ihre Oberfläche glatt und unbehaart, dagegen der Randmit steifen, dichtstcheuden Borsten bekleidet.

Das letzte Fnßglied hat vor den übrigen die besondere Auszeich-nung, daß seinem Ende zwei sanft gebogene, bewegliche Haken ein-gelenkt sind, welche mit ihm eine förmliche Kralle (unZuis) bilden,durch deren Hülfe die Kerfe sich auf glattem Boden fortbewegen, ja selbstan senkrechten Wänden in die Höhe kriechen können. Die Haken (unZui-culi) dieser Kralle find bald gleich (Oarabus, Fig. 38.), bald ungleich(Hiiisoxlla kruclicola, Fig. 39.), bald rund, bald zusammengedrückt,lind in diesem Falle oft ungeheuer groß (Uuiela, Fig. -10.). Sehr all-gemein sind sie einfach (unZulouIi simjssiee?) mitunter von der Spitzean gadelig gespalten (un^uio. lnilill, oder lissi. bleloo, Tetr.aon^x,Taf. 8. Fig. -11), bisweilen nach unten mit einem (ölelolontlm,Taf. 8. Fig. -12.), oder mehreren (lUp,,abosoa, Taf. 8. Fig. -13.)Zähnen bewaffnet (unAnie. üentati), ofc auf der ganzen Unterkantesägesörinig gezahnt (unguio. sorrati, oder üeulleulaU. Oalaisius, Oi-skela u. a. m., Taf. 8. Fig. 41.).

Zwischen diesen beiden Haken des letzten Fußgliedcs befindet sichbei einigen Kerfen noch eine zweite, kleinere Kralle, die Astcrk laue(pseuilvn^clna), von Nihsch Streb er (empollium) genannt. Unterden Käfern zeigt I,ueanus (Taf. 8. Fig. 45.) diese Bildung. Dem Baunach stimmt diese kleinere Kralle vollkommen mit der größer» übercin,besteht also, wie diese, aus einem stielförmigen Grundglied;', an dessenEnde zwei kleine Häkchen sitzen. Bei den Aderflüglcrn, Zweiflüglernund einigen Familien anderer Ordnungen finden sich statt ihrer weiche,sanft gewölbte, ablauge Haurlappchcn, die Söhlchen (plankulae),oder H'aftläppchcn (arolia Taf. 8. Fig. 46.). Diese

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