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Allgemeine Entomologie / von Hermann Burmeister
Entstehung
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128
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128 Zweiter Zlbschnitk. Zlnatomic.

rhcilnngcn des Nahrungskanals selbst bemerken wir noch eigenthüm-liche Fortsätze und Anhänge, welche aus ihm entspringen, oder als voll-kommen eigenthümliche Gebilde, sich nur in ihn einmünden; lauterVerhältnisse, welche vielfache Verschiedenheiten in Ban und Form er-geben und einzelne Gruppen der Kerfe, durch völlige Uebereinstim-mung, näher an einander knüpfen, wahrend sie andere, wo solcheGleichheit der Anordnung nicht beobachtet wird, desto deutlicher voneinander entfernen und ihre, schon im Aeußern sich aussprechende, Un-ähnlichkcir durch diese Verschiedenheiten der- innern Bildung noch mehrbefestigen.

§. 96. !

Seinem Bau nach besteht der ganze Darmkaual durchgehends ausdrei Häuten.

Die innerste Haut (Taf. 9. Fig. 1.), welche als eine Fortsetzungdes äußern Epidermis betrachtet werden kann, ist sehr glatt, durch-sichtig, strukturlos, nur der Lange nach bisweilen gefaltet und oberhalbmit hornigen Linien, Leisten oder Zähnen bewehrt (Taf. 9. Fig. 2. 5.

6 und 7.). Sie zeigt sich besonders deutlich ani Schlund, Kröpf undFaltenmagcn, woselbst sie die hornigen Zähne desselben bildet. Ucbcr-haupt kann man diese innerste Membran am besten bei den Kerfen mit 'harten Bedeckungen, z. B. bei den Käfern und Gradflüglern, ,

nachweisen, dagegen ist sie bei den saugenden Zweiflüglern undSchmetterlingen nicht so bcmerklich. Vom Faltenmagcn an bildet zsie eine sehr zarte, vollkommen einförmige Hülle und hat meistenseinen geringern Umfang, als die übrigen Darmhäute. Wir nennensie, als Analogon der Oberhaut, auch hier Epidermis oder Oberhaut,eigentlich Schleimhaut, weil sie der Schleimhaut (lunica mueosa)der höhern Thiere entspricht.

Die zweite Lage, welche wir mit Straus eigentliche Haut(membrana proprl») nennen, ist weiß und glatt, in der Regel nurdünn, doch bisweilen dicker und schwammig, häufig ohne alle Struktur,mitunter gezeichnet (H^üioplnlug, Taf. 9. Fig. 2.). Diese Haut,welche Ramdohr für eine aus durchgcschwitztem Chyluö gebildete Lageausgiebt, ist dem Darmkanal eigenthümlich und findet sich nicht beiden andern, innern Organen. Man kann sie daher als eine Fort- >sehung der zweiten Lage der äußern Bedeckungen, wovon unten ge-handelt wird, betrachten. Oft wird freilich der freie Raum zwischender Schleimhaut und dieser eigenthümlichen Haut, welcher besondersam Magen, zumal bei Raupen, sehr beträchtlich,ist, von einem stockn !