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Allgemeine Entomologie / von Hermann Burmeister
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184
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Zrveuer Abschnitt. Zlnaromie.

den ist, so daß seine Windungen sich überall, wenigstens in der Regel,berühren. Meistens scheint der Faden einfach und rnnd zu sein, wasvermöge seiner Feinheit in allen Fällen schwer zu ermitteln ist, docherkennt man unter dem Mikroskop, wie er sich im ganzen Umfangedes Gefäßes verbreitet, und kaum noch einen kleinen, bloß von Hautausgefüllten Raum zwischen den nächsten Windungen übrig läßt. Zueinigen Fällen, z. B. bei l-oeusta vlriüi^ima, überhaupt allen mitgroßen Luftstämmen versehenen Kerfen, wird der Faden breiter, band-förmig, und kann nun deutlich als solcher unterschieden werden. Beisolchen größeren Luftröhren beobachtete Sprengel*) auch sich zcr>ästclnde Fäden, oder vollkommen geschlossene Ringe, die durch breitereHautzwischcnräume getrennt waren, wie er denn solche Formen vonLlokonia ourata abgebildet hat (ebendas. Taf. 2. Fig. 19.). Bei Iwmiatextor sah er sogar kleine Flecke zwischen den Faserwindunge», wo-durch die Gefäße dieses Käfers ein punktirtes Ansehen gewannen.Schickt ein Luftgcfäß Aeste aus, so erweitert sich an dieser Stelle derRaum zwischen zweien, zunächst an einander stoßenden Windungen desFadens und der Ast beginnt nun mit einer eigenen Spiralfaser (Taf. 11.Fig. 27. a.), während die des Stammes ununterbrochen ^ fortläuft;theilt sich dagegen eine Luftröhre in zwei gleiche Aeste, fo beginnt jedermit einer eigenen, neuen Spiralfaser, und die des Stammes hört aufan der Theilungsstelle. Man kann diese Spiralfascrn der Luftröhrenals ein den Knorpelringen in den Luftgängen höherer Thiere analogesGebilde betrachten, wiewohl diese von einander getrennt sind, und nurdurch die weichen Theile zusammenhangen. Zugleich ist aber diese Faser-lage der Muskelhaut an den Gefäßen gleichbedeutend, indem die Con-traktion der Spiralfaser die Luftröhre» verengt, und so die Ausath-mung mit bewirkt, während ihre nachfolgende Ausdehnung die Einath-mung erleichtert, in so fern das nun offene Gefäß der einströmendenLuft ein weiteres Lumen darbietet. Diesem letzteren Zweck entsprechendie Knorpclringc der Luftröhren höherer Thiere ganz besonders, unddadurch also unterscheiden sich Licselben-von den Luftröhren der Kerfe.

Die innerste, dritte Haut, welche Lyonet, Marcel de Serresund Straus-Durkheim annehmen, Sprengel aber leugnet, istnach den Untersuchungen jener eine glatte, durchsichtige, zarte Schleim-haut, gleichsam eine Fortsetzung der äußeren Epidermis, mit welchersie auch an der Mündung der Stigmen zusammenhängt. An ihr liegtder Spiralfaden genau an, so daß, bei einer Zerreißung do6 Gefäßes,

*) Lvmenkar. üe. 'l'.'iii. 2. 14.