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Allgemeine Entomologie / von Hermann Burmeister
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Erstes Kapitel. IV. Athmungsorgane.

Blasen nicht unmittelbar vom Stigma, sondern mit langen Röhrenvon dem gemeinschaftlichen, alle Stigmen verbindenden, Nöhrengefäßentspringen, und mit dem anderen Ende sich in eine zweite, aber fei-nere Längsröhre vereinen. Auch stehen durch ungetheilce, ziemlich engeRöhren immer zwei gegenüberstehende Blasen mit einander in Ver-bindung. Zm Hinterlcibe finden sich zwanzig Blasen, zehn an jederSeite; im Brustkasten ^hs größere, vier im Meso- und Metathorax,eine sehr große birnföWige oben an der Nückenseitc des Prothorax,neben dem Kröpf, und außerdem viele blasenförmige Erweiterungender arteriellen Gefäße; im Kopf liegen sechs größere Blasen, zwei seit-lich neben den Kiesermuskeln, zwei oben in der Spitze, über den Augen,zwei an der Stirn, vor den Augen, und zwischen diesen noch mehrerekleinere Bläschen.

Die zweite Hauptform der blasigen Luftgcfaße finden wir unterden Käfern bei der Familie der Blätterhörncr, unter den Schmetter-lingen bei den Abendfalteru, besonders den männlichen, und dannbei den Wasserjungfern.

Bei den Lamellicornien ist die Hauptverbreitung der Luft-gefäße, wie überall bei den Käfern, arteriell, in so fern Luftgcfäßbüschelvon jedem Stigma entspringen; allein jeder feinere Zweig erweitert sichvor seiner feinsten Zerästelung in eine ovale Blase, welche zarterenBaues ist, als der übrige Gefäßast. Daher läugnen Marcel de Serres und Straus die Anwesenheit der Spiralsaser in diesen Bla-sen, während Suckow sie behauptet. Gewiß ist es, daß diese Blasendurchsichtiger sind, als die Röhren, allein sie zeigen dennoch eine eigene,pnnktirte Struktur, wie sie schon Swammerdamm erkannt und ab-gebildet hat (Bibel d. Nat. Taf. 29. Fig. 10.), ebenso Sprengel(Taf. 1. Fig. 1113.); und daher möchte ich annehmen, daß an die-sen Blasen ebenso, wie an den größeren der Fliegen- der Spiralfadcnwegen der Ausdehnung zerriß, und nur noch an den dunkleren Stellenim Rudiment vorhanden ist. Uebrigens begleiten diese Blasen alleEingeweide, dringen überall zwischen den Muskeln ein, und häufen sichbesonders oberflächlich unter der Haut mehr an. Eine genaue Be-schreibung ist daher fast unmöglich, wegen der vielfachen Durchkreu-zung und Begegnung der Zweige, auch gewährt ein einziger Blick aufdie meisterhaften Abbildungen bei Straus hier mehr, als viele Worteohne Abbildungen jemals erreichen könne», weshalb wir den Leser aufobgcnannte Anatomie des Maikäfers verweisen.

Die blasigen Erweiterungen der Luftröhren der Libellen finden sichbesonders im Brustkasten, und liegen in ihm außerhalb neben und

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