Zweites Kapitel l Verdauung
ll Zu Fäuluiß übergegangene thierische Substanzen,besonders AaS ,
Die große Familie der Aaskäfer (pcltmlea) ist besonnders auf dieses Nahrungsmittel verwiesen. Die Larvenleben ganz in verwesenden Rückgratthicre», und zehrenvon deren Fleisch, auch die vollkommenen Käfer findenhierin ihre Nahrung. Der Todtengräber (bieoropllorus)verscharrt selbst kleinere Rstckgratthicre, um in ihre Leichenseine Eier abzulegen. Aus diese Weise werden unzähligeAcser vertilgt. Kleinere Käfer, z. B. die Alcocharcn,manche Staphylincn, die Koryneken u. a. m., unterstützenjene in diesem Geschäft. Wieder andere fressen nur ge-trocknete Thierhäute und deren Bedeckungen, wie die Pelz-käfer (Dormostoäea) und die Kleidermotten (ssinoa pollin-nvlla u. a.)
o. Auswurfsstoffe, thierische Exkremente.
Die meisten kothfrcssenden Insekten lieben die Exkre-mente der Herbivoren sehr. Diese sind aber weder als reineThierstoffe, noch als rein pflanzliche Materien zu betrach-ten, sondern als ein inniges Gemisch beider, weshalb alleKäfer, die solche Exkremente verzehren, sowohl von thie-rischen, als auch vegetabilischen Nahrungsmitteln sich näh-ren. Hierher gehören alle kothfressenden Blätterhörncr,z. B. klopris, Ontiiojiliogus, Ltenolnis, O^mooplenrus,Onit>8, und viele andere; bann die Histcrodcn,
viele Staphylinen, die Gattung Spkaeriäium, so wie dieLarven unzähliger Mücken und Fliegen. So wie aberdiese Stoffe mit dem Aas die meiste Verwandtschaft haben,so auch die kothfressenden Insekten mit den aasfressenden,ja viele Arten nähren sich ohne Unterschied von diesem,wie von jenem.
Aus dem Pflanzenreich.
g. Faulige Pflanzenstoffe.
Viele Insekten leben vom Moder alter Baumstämme,wie die Larven von I,ueaou8 und 6eotrnpe8; andereverzehren die fauligen Stoffe, welche unter der Rinde ab-gestorbenen Bäume sich absetzen, z. B. die HppophlLen,Engis , Ditomen, Colydien, Nhyzvphagen und andereGattungen dieser Familie. Besonders scheinen die Lar-ven aus solchen faulenden, gährcnden, oder schon in Zer-