610 Dritter Abschnitt. Physiologie.
und Ickoliicum, die umfangsreichcrcn derselben, über alle möglichenArten der Vögel verbreitet sind, Triciioiloctes und (lziwjms, die klei-neren dein Inhalte nach, nur auf Säugethiereu, namentlich aus Raub-thieren, Nagern und Wiederkäuern gefunden werden. Sie leben zwi-schen dem weicheren Flaumengesicdcr oder Wollhaar und nähren sichauch davon, nicht vom Blute ihres Wohnthiercs; wenigstens fandNitzsch bei allen, die er anatomisch Untersuchte, Theile von Flaumen-federn in ihrem Magen"). Außer dieser großen Gruppe giebt es nocheinzelne Gattungen und Arten, die ebenfalls parasitisch auf Vögeln,besonders jungen Nesthockern, leben, z. B. die von Nitzsch auf jun-gen Staarc» (8lurnus vulgsris) entdeckte Gattung O.arnus, eine denStechfliegen ((^onopleo) verwandte Form, so wie die Gattung (liui-Ibomvia und 8>roi,I.a //Hck., beide zur Familie der Puppen
gebärenden Zweiflügler gehörig, welche auf anderen jungen Vögeln,besonders Schwalben, gefunden werden.
Die Vögel, welche Kerfe als Nahrungsmittel verbrauchen, gehörenganz besonders in die großen Gruppen der Passcrincn und Euculi-nen, oder der spcrlingS- und kuknksartigcn Vögel. So fressen die Laui-iden wohl ohne Ausnahme Insekten, doch sollen einige auch kleinerewarmblütige Nückgratthicre verzehren. Die rabenartigen Vögel fressenbesonders Aas, aber auch sehr viele, namentlich die Dohlen und El-stern, fressen Kerfe; einige auch Früchte. Ein Gleiches finden wir beiden ächten Sängern. Die Gattungen IHngiH:,, slmliori,.a, '1'anagraund Liijiliono fressen Früchte und Sämereien, 8vlvia dagegen, No-lacilla, ^.ntlius, Oertiiia, IVliiscicapa und Iliiunilc» fressen nur In-sekten, namentlich Fliegen und Larven. Von den Kukuksvögcln sind esbesonders die großen Gattungen tluculus und kicus, welche den Ker-fen nachstellen, demnächst bssiimaclius, blciops und viele aus-
ländische; die Gattungen Iilialnz>lwskns, Luceros und psittacus dage-gen ziehen die vegetabilische Nahrung, besonders fleischige Früchte, denKerfen vor, und nähren sich also vorzugsweise oder allein von jenen.Außerdem finden wir noch in der Familie der Schncpfenvögel mancheGattungen, die sich von Kerfen, besonders Larven derselben, nähren,z. B. die Negcnpseiffer (Giaraüiius), die Brachvögel (Ooüienemns),und die meisten Schnepfen (8,-.oIoi>ax), Strandläufer (Minga) undWasscrlänfer (ssotrmus), besonders die kleineren Arten derselben; die
-) Bergt. klir L. Nitzsch übn- die Familien und Gattungen der Thierinftkten. 2 »Eermar'r Magazin. Z. BL. S. 2V1 u. ff.