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Vierter Abschnitt. Taronomss.
§. 320 .
Die Methoden, auf welchen beide Wege zum Ziel gelangen, sindverschieden; denn die künstliche Eintheilung geht aus vom Charakterder letzten Gruppe, welche wir gemeiniglich Art nennen, stellt gleicheArten unter einem gemeinsamen Merkmahle zusammen, und bildetdaraus dir Gattung; die gemeinsamen Merkmahle der Gattungengeben die Kennzeichen höherer Gruppen, der Ordnungen, und derengemeinsame Merkmahle fügen sich zu den Kennzeichen der Klassenzusammen. Es ist sonach jedem Klasstfikator anheim gestellt, wie weiler in der Trennung und Subsumirung hinabgehen will, namentlichwalten über die Bestimmung der Gruppen zwischen Art und Ordnungsehr verschiedene Meinungen, aus welchen sich die verschiedenen Be-stimmungen von Untergattung, Gattung und Zunft herleitenlassen. Zu der That werden auch die Meinungen über Gattungs-rechte sich nie mit einander vereinen, weil man niemals ein allgemeingültiges Prinzip der Gattuugsbildung für eine künstliche Eintheilunggeben kann. Es ist auch dieses Prinzip an und für sich ganz will-kürlich, uns wenn Jemand bestauntet.- die Eattungsrechte gehen soweit, ein Anderer: so weit; so haben gewiß Beide Recht, wenn nurjede Gruppe, welche sie als Gattung bezeichnen, durch sich gleichblei-bende und ausschließende Merkmahle bezeichnet ist.
Das natürliche System, dessen Zweck cö ist, Verwandschaften undAehnlichkciten aufzudecken, geht nicht von den Charakteren, sondernvon dem in einer jeden Gruppe ausgedrückten Begriff aus, und bildetaus diesen, den Gesetzen des Denkens gemäß, ein philosophisches Ge-bäude. Sowohl zum Auffinden des Begriffes und seiner Gestaltungzur Idee, als auch zur Aufstellung des Systemes, ist ganz besondersdie genaueste Bekanntschaft mit allen Formen nach ihren äußeren undinneren Merkmahlen erforderlich, denn diese sind es, welche die vcr,borgcne Idee ausdrücke»; sind diese Ideen gefunden, so ergiebt sichdie ganze Anordnung derselben von selbst, wenn man den Zweck dernatürlichen Systematik, die Aufdeckung der Aehnlichkeitcn und Ver-wandtschaften nur fest im Auge behält. Diese verborgene Idee ist übri-gens der eigentliche wahre Charakter, der sich in einer natürlichenGruppe ausspricht und sie bezeichnet, hat man die Idee, so hat manden Charakter zugleich mit. Es sind ci^er diese Ideen niedergelegteinmal in der Entwickelungsgeschichte, oder in der Art und Weise, wiesich das Individuum aus seinen Uranfängen hervorarbeitet; dann inder Form und Zusammensetzung der inneren Organe; demnächst in der