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Allgemeine Entomologie / von Hermann Burmeister
Entstehung
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Drittes Kapitel.

Von der Nomenklatur.

§. L53.

Die Systematik hat es nicht bloß mit der Eintheilung, sondern auchmit der Benennung der Naturkörper zu thun; diese ist wichtig, weiluns die Namen als Mittel dienen, Gruppen, welche durch gewisseMerkmahle und Eigenschaften sich von den übrigen unterscheiden, zubezeichnen. So sind die Namen der Kerfe für den Entomologen voneben solcher Wichtigkeit, als die Wörter seiner Muttersprache für denMenschen überhaupt; gäbe es keine Wörter, so gäbe es auch keineZdcemnitthcilung, denn jene sind ja das Mittel, diese zu bezeichnenund auszudrücken. Ohne Namen der Gruppen könnten sich die Na-turforscher nicht mit einander verständigen, ohne Bezeichnung des Be-kannten und Aufgefundenen würde es bald wieder in seine vorigeDunkelheit zurücktreten. Wir haben daher einen eigenen Abschnitt inder Naturgeschichte, welcher eben die Lehre von der Namengebungbehandelt und den wir mit dem Kunstauedruck Nomenklatur be-zeichnen. Die Nomenklatur stellt die Gesetze auf, nach welchendie Namen gebildet werden, und untersucht die Richtigkeit der vor-handenen nach grammatikalischen und sprachbräuchlichen Prinzipien.Die Gründung dieses Abschnittes der Naturgeschichte ging von Linneaus, durch ihn kamen die ersten systematischen Namen in die Wissen-schaft; vor ihm begnügte man sich damit, Thiere nach ihrem imMunde des Volks oder in den Schriften der Alten niedergelegtenNamen willkürlich zu bezeichnen. Durch die Einführung dieser wis-senschaftlichen, feststehenden und allgemein gültigen Namen hat sichLinne wohl das größte Verdienst um die Wissenschaft erworben, undwenn einst alles andere vergessen ist, was er geleistet hat, so wird