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kern in einer Familie neben einander stehen. Sondert man indeß voneiner älteren Gattung eine neue ab, so sollte man das Geschlecht un-verändert lassen, weil es sonst mit den Artnamcn zu leicht Verwechse-lungen und Verwirrungen veranlassen kann.
Gattungsnamen, die aus zwei getrennten Wirkern bestehen, wiesie bei älteren Schriftstellern vorkommen, verwirft Fabricius mitRecht; z. B. Ray's Veopa-Ielmeumon für Iclureumoii , oderPctiver's Nuoca gpikormis für Lomli^Iius u. dgl. IN. Dagegengeht Fabricius wohl zu weit, wenn er die aus lateinischen Sub-stantiven zusammengesetzten Wörter, wie 6i-Mot»Ipa verbannenwill. Mißtönende und allzulange Gattungsnamen (uomma ee-zguipe-llalia et enunliatu üiNeillima) müssen auch vermieden werden, ebenso die mit schmutzigen und widerlichen Nebenbedeutungen (nom. nan-seosa) versehenen, (kolnicil pliil»8opl>. entomoloßiea p. 115. §. 32.)
Wird aus einer alten Gattung eine neue abgeschieden, so lasseman den bekanntesten und gemeinsten Arten derselben den alten Na-men, und erfinde für die seltenern den neuen. Daher heißt Linne's8carabaeu8 storeorsrius passender bei Fabricius 8oaraboous, alsbei Latreille 6evtrupes, denn er ist, nächst dem Maikäfer, der ge-meinste von allen Skarabäen Linne's.
§. 357.
Familicngruppen fehlten den älteren Systemen, also auch Familien-namen. Da nun die Familien größtentheils nach äußerer Aehnlichkeitihrer Glieder gebildet wurden, so scheint es auch passend, diese Ueber-einstimmung im Namen auszudrücken, und sie nach der bekanntestenGattung zu benennen. So verfuhr Züssieu, als er für seine na-türlichen Pflanzcnfamilien Namen entwarf. Zhre Form war die ad-jektive, indem dabei stillschweigend das Hauptwort plauta ergänztwurde, daher mußten auch alle das weibliche Geschlecht annehmen,z. B. sslalvaeeae, 6ramlueae etc.
Latreille, der erste Gründer von Familien unter den Kerfen,wählte für die Namen derselben häufig ebenfalls die adjcktive Form,bedachte aber nicht, daß nun auch alle diese Adjektiv« auf das zu er-gänzende inoectum bezogen werden und also das sächliche Geschlechtannehmen mußten. Das Geschlecht dieser Namen schien ihm ganzwillkürlich, und daher finden wir in einer Ordnung alle mögliche For-men neben einander, z. B. OicmäeletsL, Oarsbici, Nalacollermi,I^imeliariae, blelseoma, Urucliolao, kilizmcliootoma u. dgl. M. Esmüssen aber alle Adjektiv«, selbst wenn sie allein stehen, auf ein zu er-