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Schnabelkerfe. Rhynchota / von Hermann Burmeister
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184
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Erste Ordnung. Schnabclkcrfe (1ili)'uclloia).

häufig behaart, oder an mehreren Gliedern mit großen Seitcnfortsätzcn ver-sehen. Der Rumpf bietet wenig Auszeichnung, er ist gewöhnlich flach,oder dachförmig nach oben gewölbt, der Vordcrbrustkastcn überall sehrgroß; die Flügel heteropterisch, die Hinteren klar, wasscrhell, mit weni-gen Längsadern. Das Schildchen, wo es vorkommt, sehr groß.Die Beine sehr verschieden, meistens sogar unter sich; die vorderen ge-wöhnlich Raubfüße mit stark verdickten Schenkeln, die vier hinterstenimmer an den Schicnbcinrändcrn mit Borsten beseht zum Schwim-men. Füße theils eingliedrig mit oder ohne einfache Kralle, theils3gliedrig mit 1 oder 2 Krallen, bisweilen beide Verhältnisse an ver-schiedenen Füßen. Hinterleib bei manchen mit einem längeren oder kür-zeren, aus 2 Halbröhren gebildetem Athemrohr.

Anatomisch zeichnen sich manche Gattungen dieser Zunft durch einensehr ausgebildeten, aus den feinsten, unendlich zahlreichen Luftröhren be-stehenden, Athmungsapparat aus, mit welchem zugleich die Hinteren freienAthmenröhrcn verbunden sind. .Alle besitzen jederscits doppelte körnigeoder bläschcnförmige Speicheldrüsen, die im Prothorax liegen und sehrkurze Ausgängc haben. Der Magen ist lang, vorne besonders großund weit, nach hinten in mehrere, verschieden geformte Räume getrennt;der übrige Darm ohne Auszeichnung, nur am Mastdarme 1 bis 2Blinddärme. Die männlichen Geschlechtsorgane bestehen aus 2 Hoden,deren lange getrennte Ausgänge mit Samcnblascn und fadenförmigenaccessorischen Sckretionsorgancn versehen sind, übrigens aber in derForm, wie überall, sehr von einander abweichen. Die weiblichen Geni-talien zeigen eben so viele Sstrahlige gefingerte Eicrstöcke, wovon jederStrahl 513 Eierkcime enthält; die Tuben sind kurz. Schleimdrüsennur in der Gestalt eines einfachen kurzen Gefäßes vorhanden. DieEier größer, an einem Ende bisweilen mit langen strahligen Fortsätzen.

Alle Mitglieder dieser Gruppe leben in süßen Gewässern, undnähren sich von thierischen Nahrungsmitteln. Gefangen vertheidigen siesich durch Stechen mit dem Schnabel, und verletzen dadurch schmerz-haft. Zum Athmen kommen sie an die Oberfläche, doch manch? sehrselten. Zcne schwimmen mit nach oben gewendetem Bauch, weil anihm die Luftlöcher liegen. Einige verlassen gegen Abend das Wasser,und fliegen in der Dämmerung umher.

Sie zerfallen in 3 Familien:

s. Ohne Nebenaugen,

Vorderbeine keine Raubfüße .i^otoneotwi -

Vorderbeine Raubfüße .l^epini.

I>. Mit Nebenaugen.Oslzuiini.