Einleit ung.
XXI
geht, das wird bey den Vögeln durch Brüten be-wirkt. Einige Vögelpaare wechseln darin mit ein-ander ab; bey einigen sorgt das Männchen bloß fürdie Sicherheit der Brüt und das §utt«r;bey eini-gen ist dieses ganz unthätig. Warme überhaupt,nicht bloß mütterliche, entwickelt das Thierchen imEye. Denn man weiß ja, daß Kapaunen, Hunde,ja Menschen schon welche ausgebrütet haben. Undbey wie vielen Tausend Eyern gkschieht'das nichtdurch die Sonnenhitze, so wie im Brutofen mitLampenfcuer oder erhitztem Miste. Für die Mut-ter ist das Brüten immer ein anstrengendes und er-müdendes Geschäft, dessen Dauer vomKlima undder Gattung der Vogel selbst abhängt.
Werfen wir einen Blick in das Innere desEyes, so entdecken wir neue Wunder der NaMr.Da der Dotter leichter als das Eyerweiß, und dadiejenige Stelle auf seiner Oberflache, wo dasHühnchen sich zu entwickeln anfangt, und zu liegenkommt, leichter als die entgegengesetzte Seite ist;so istfolglich der Theil von dem Innern des Eyes,wo das Leben und die Entwicklung ihren Anfangnehmen muß, immer oben,und der Brutwarme amnächsten. Nicht gleich mit dem Anfange des Brü-tens zeigt sich die Spur des Küchleins. Am Ende