Band 
Der Vögel erster Theil.
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Einleitung.

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In 89 Sogen langt die Schwalbe aus unsrerGegend unter der Linie an; und die Meven pflegenvon der JnselBarbados anEinemTage 2LoFran-zösische Meilen weit spazieren zu fliegen. Eben dieseDauerhaftigkeit laßt uns auch vermuthen,daß diemeisten ein ziemlich hohes Alt er erreichemmö-gen Man weiß von Papageyen, Adlern, u. a. diees über 1 ooJahre brachten. Hesiodus will gar voneiner.Krahc von 220, und'einem Raben von 240Jahren wissen. Die Natur hatte auch nichtnöthig,mit ihrer Zerstörung zu eilen, um spätern Genera-tionen Platz zu machen. Da sie ihnen einen uner-meßlichen Raum.zum Aufenthalt und wenig Be-dürfnisse gab, so konnte sie ihnen wohl auch einelängere Lebensdauer verstatten, ohne ein allzuaro-ßes Gedränge besorgen zu müffcu.Freylich verkürztder erfindrische Mensch diese ungemein. SeineSchießgewehre, seine Vogelherde, seine Netze rei-hen vieleauf. Er zwingt den Lockvogel, seine Bru-der mit verratherifchem Gesänge ins Garn zu lo-cken, und nöthigt den Falken u. a. durch eine grau-same Erziehung, die Stelle eines Jagdhundes inder Luft, zuweilen auch auf der Erde zu vertreten.Übrigens hat er in der Vogel-Classe durch Erzie-hung bey weitem nicht die Veränderungen hervor-