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Das Haushuhn.
nicht bezahlen kann, von derBudendccke herab, zuder ihn die Gläubigeren einem Korbe hinauf ziehen,accordiren muß, das alles zusammen macht in derThat ein Schauspiel, das in seiner Art einzig ist,In Siam gehören diese Kämpfe zu den größten Na-tional-Festen. Zwar predigen die Talapoins oderPriester sehr eifrig dagegen, aber es hilft nichts.Umsonst geben sie vor, daß die Freunde solcher Käm-'pfe sich in jenem Leben mit eisernen Stäben herum-schmeißen müssen; umsonst versichern sie, wer anso grausamen Lustbarkeiten Freude fände, verrath/eine niedrige Denkungsart, mau hört sie und geht —inZndien wie bey uns — zum Hahncnkampfe.
Der Anblick ihres eignen Bildes im Spiegelscheint den Kampfhähnen Muth und Vertrauen aufihre Waffen einzuflößen, und sie zum Angriffe zureihen. Läßt man sie nun auf einander, so streifenerst die Kampfer mit gesenkten Flügeln rauschend amErdboden hin, sträuben die Halsfedern, daß sie ei-nen Kragen bilden, und springen und flattern dannso auf einander los, daß sie bald mit den Schnäbeln,bald mit den Klauen und Sporen sich die gewaltig-sten Stöße versehen. Auch die Augenblicke, die siezur Erhohlung nöthig haben, bleiben sie in einer