48 Das Haushuhu,
Sommer alle Tage ihr Ey, und bezahlen damit ihrFutter. Jn Samogctieir sollen sie iedcu Tag zwey,und einige Zttyrischen Hennen wohl gar drey Eyerlegen. Die Wärme des Himmels trägt dazu vielbey. Will man die Eyer frisch erhalten, so darfman nur die Ausdünstung derselben verhindern.Dieß geschieht am besten, wenn man sie mit etwasFett oder Talg bestreicht, wodurch die. kleinen Dff->nungen verstopft werden. Die Hennen haben auchvorzüglich das Geschäft des Ausbrütens zu besor-gen, obgleich es nickt an Beyspielen von Hähne»und Kapaunen fehlt, die es gleichfalls übernahmen,und für ihre Brüt alles thaten, was eine zärtlicheMutter nur immer thun kann. Mit freudigemGackeu kündigt es die Henne an, wenn sie ein Eyzur Welt gebracht hat. Hat sie eine gewisse Anzahlgelegt, so erwacht der Brütungstrieb mit zärtlichemGlucken so laut und heftig, daß sie auch überEyern von bloßer Kreide sitzen würde, und ihre Hitzewenn man sie nicht brüten lassen will, durch Eintau-chen in kaltes Wasser gelöscht werden muß. Sieist so eifrig und emsig in diesem Brütgeschäfte, alsbegriffe sie die Wichtigkeit desselben. Ganz jungeHennen sind zu dieser Arbeit zu flatterhaft, und so