Band 
Der Vögel zweyter Theil.
Seite
60
JPEG-Download
 

6o Der gemeine Fasane

^überall ahndet er Gefahr, und auch der Schatteneines bewegten Baumzweiges verscheucht ihn.

Schon der Nahme des gemeinen Fasans (Col-chicus) verrath sein Vaterland. Erhalt sich beson-ders häufig amFluße Phasis, in den türkischen Pro-vinzenGeorgien undMingrel!en,auf.Von hier brach-ten ihn die Argonauten, bey Gelegenheit ihrer Reisenach ColchiS , nach Griechenland , und es ist keineFrage, daß sie sich hierdurch ein größeres Verdiensterworben haben,als durch dicEroberung des goldncuVließes, wenn auch gleich jene kein Drache be-wachte. Von Griechenland aus haben sich diesetrefflichen Vogel fast überall, hier seltner, dort häu-figer, verbreitet. Doch soll man in Schweden ,Großbritannien und in der Schweiz keine Fasanenwild finden. Die große Menge von Fasanen iuBöhmen , die zu einem Handelszweige gewordenfind, soll, wie fast nicht zu zweifeln ist, noch immereine wohlthätige Folge vonHcrzogFriedrichsGrvß-niuth seyn, der 200 Fasanen aus einmahl die Frey-heit schenkte, und sie zu fangen oder zu tödten aufsstrengste verboth, bis sie sich recht verbreitet hätten.Ein solches Capital eines Fürsten ist in der That aufreiche Zinsen angelegt, und die späte Nachkommen-