Band 
Der Vögel zweyter Theil.
Seite
62
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62 Der gemeine Fasan.

Flügel sind bräunlich; die Schwungfedern gefleckt.Sein Schwanz, der aus »8 Ruderfedern besteht,worunter die Mitreisten die längsten sind, ist röth-lichbraün mit Schwarz und Purpur. Die kleinereHenne (23) hat einen kürzern, braun und schwarzgesprenkelten, was überhaupt die herrschende Farbeihres Gefieders ist. Ihre Brust ist aschgrau mit et-was roth, und ihre Stimme schwächer. Nur solange die Federn in Verbindung unter einander ste-hen , haben sie die angeführten Spielungen. Ein-zeln sehen sie gemeiner aus. Die drey Dorderzehen-er Fasanen, wozu noch die Hintere und bey demHahne ein ganz kleiner Sporn kommt , find einigerMaßen durch eine Haut verbunden, und wirklichlieben sie etwas feuchte Gegenden, so daß also dieNatur durch die Beschaffenheit der Füße ihrem Na-turell zu Hülfe kam. Ebne Waldungen find ihreWohnung. Sie übernachten auf den Gipfeln derBäume, und schlafen mit unter dieFlügel gestecktemKopfe. Widrig ist ihr Geschrey, fast wie der Pfauenihres, und kaut klatschen die Hähne mit den Flü-geln, wodurch sie sich oft verrathe». Nicht ohnedaß man sie dazu nöthigt, fliegen sie auf. Im Lau-fe sind sie schneller als die Hühner. -