74 Der fmrtfe Fasan.
Man will am bunten Fasane bemerkt haben, daßer zur Fortpflanzung nur-wenig tauge. Dieß hatman schon an gar vielen Bastarden wahrgenommen.Zu nicht geringem Schaden mußte dieß schon man-cher Hauswirth erfahren. So sollen z. B. die vonHühnern ausgebrüteten Änten zwar gute, frucht-bare Eyer legen, aber nie im Stande seyn, sie aus-zubrüten. Andere behaupten, selbst die Eyer tau-gen nichts und fl'yen lauter.
M a r s d e n gedenkt in seiner Reife eines merk-würdigen Sumatranischen Fasans, pon außeror-dentlicher Schönheit, den die Eingebornen Cuh-Auh nennen. Es istbisher noch nicht gelungen, ihnals Hausvogel lebendig zu erhalten. Noch nie über-lebte einer den Verlust seiner Frepheit langer als ei-nen Monath. Er hasset das Licht, und läßt seineStimme nur an einem dunkeln Orte hören. Siesoll ungemcin kläglich und fast wie sein Nahme klin-gen. Er ist größer als der gemeine Fasay. SeinFleisch soll aber eben so schmecken. In Europa ist aussehr begreiflichen Ursachen noch keius dieser schönenThiere gesehen worden, und wirds auch wohl nichteher, als bis man Mittel findet, seinen unüberwind-lichen Abscheu vor Einspcrrung ihm abzugewöhnen,und das häusliche Joch erträglich zu machen.