Band 
Der Vögel zweyter Theil.
Seite
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Das Perlhuhn.

So wie die Fabellehre die Schwestern Meleagers,aus Gram über den Tod ihres Bruders, in Perl-hühner verwandelt werden ließ; so fand sie auch irrjenen weißen Tropfen, auf dem Kleide dieser Hüh-ner, Thränen, und man kann nicht läugnen, daß das wenigstens eben so wahrscheinlich sey, als anderemythologische Erzählungen gewöhnlich sind. Nichtmit Unrecht nennl-Martial das Perlhuhn dieserFlecken wegen das betröpfelte Huhn. Von der ur-sprünglich dunklen Farbe haben die Perlhühner imzahmen Zustande viel verloren, und jetzt ist, beson-ders bey der Henne, ihrem Gefieder viel Weißes urchAschgraucs bepgcmischt. Alle Federn haben bis audie Halste Flaum. Auf diesem liegt der Bart dervorstehenden auf. Die Fleischbarke am Schnabelfind bey dem Hahne (29) blau, an dem auch deruntere Hals bräunlich ist, bey der Henne (zo-toth.Letztere ist immer von bleicherer Farbe. Die Flügelder Perlhühner sind kurz, der Schwanz hängend,die Stellung immer etwas buckelig. Allein dießgilt auch bloß von der Stellung. Denn, wenn manihnen die Federn ausrupft, so entdeckt man auchkeine Spur von einem Höcker. Ihre Füße findbraun.