Band 
Der Vögel zweyter Theil.
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Die Taube.

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Sorgfältig wird von denReisern undFedern imHin-tragen zum Neste der Staub abgeschüttelt, ja fie »n-terfuchen wohl auch, ob sie zu der bogenförmigenKrümmung des Nestes elastisch genug sind. Nur EinMahl benützen sie es, und bauen immer wieder aufsneue. Meistens gegen Morgen, und oft unter man-chem Seufzer, legt dieTaubinn zuerst ein stumpfrun«des Ey, das einen Tauber, und nach einer Ruhezeisvon Z Lagen, abermahl Morgens, ein kleineres et-was spitzigeres, daseineTäubinncnthält. Was siezu andern Tagszeiten legt, taugt gemeinlich eben sowenig, als ein Ey, das am gTagenochdurchsichjigist. Mehv nicht als zwey Junge legte ihr die weise,mütterliche Natur für Eine Brnt auf. Die großeGefräßigkeit und schnelle Verdauung der Junge»würde die Ältern, wenn sie mehrere erziehen sollten,ganz entkräften und aufreibe». Durch wiederhohlteBrüten ersetzte sie reichlich, was auf einer Seite zumangeln scheint. Wer kann Weisheit und Gütehierin verkennen?

Blind, mit ungestaltet. Köpfen und ungeheuernGedärmen, kommen die Jungen, in gelbe, nasseMilchftdern gehüllt, am iz oderBrüttageauSdem Ey. Am ersten Tage werden sie von ihren Äl-