Band 
Der Vögel zweyter Theil.
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*04 Der Guckguck.

bringen oder sie auch zuweilen dem Huugcrtode über-lasse». Klug genug geht es der junge Guckguck an,um allein Hahn im Korbe zu sey». Man bemerktedieß bey einer kleinen Grasmücke, die sich in EinemNeste mit ihm befand ; rücklings ging er auf sie zu,schob seinen Rücken unter sie. so daß sie auf seineFlügelknvchen zu liegen kam> und kUttertcnnnmitdicftrLast rückwärts an denRand desNcstes. Noth-wendig mußte sie hinab stürzen. Sobald der nunflügge gcwordne junge Guckguck seine bisherigeWohnung verlaßt setzt er sich auf einen nahe gelege-nen Baum, streckt und dehnt sich einige Mahle, ziehtseine Federn durch den Schnabel, und ruft hoch undkreischend: Girrke, Girrke. Jetzt versammeln sichalle die guten Sticfalternjener Gegend, Grasmü-cken, Bachstelzen, Rothkehlchcn u. a. begrüßen undbegucken mit vielerFreudc den jungenGuckguck, undtragen ihm wetteifernd Nahrung zu. Jedes willdas Erste seyn; jedes dem lieben Unbekannten ammeisten Liebe beweisen. Er kann kaum so schnellfressen, als er von den lieben, dienstfertigen Geschö-pfen bedient wird. Ja man darf ihn, ehe er voll-kommen stiegen kann, fangen und in einen offnenKäsig setzen, so zeigt sich jener Diensteifer sogar stär-