Band 
Der Vögel zweyter Theil.
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Die Feldlerche.

ihr Nest, füttert es mit Krautern und zarten Wur-zeln aus, und legt Zz kleine grauliche und braun-gefleckte Eyer, die fle in 14 Tage» ausbrütet.Wenig Zeir und Mühe kostet der erste Unterricht derJungen; sie sind bald im Stande, sich selbst fortzu.bringen und ihre Ältern gewinnen dadurch Zeit, zueiner zweyten Hecke Anstalt zu machen. Inzwischendarf man nicht glauben, daß es die Mutter an Liebeund Treue fehlen lasse. Sie flattert oft über ihnen,beobachtet wachsam ihre Schritte und Tritte, undstillt ihre Bedürfnisse. Diesen rührenden Trieb,kleinen und hülflosen Geschöpfen bcyzustehen, be-merkte B ü ffo n selbst an einer ganz jungen Lerche,die noch nicht einmahl allein essen konnte, und alsogewiß nie Mutter gewesen war. Kaum hatte er sieentwöhnt, so brachte man ihm gaudere kleine Ler-chen, die noch um einige Tage jünger fein mochten.An diesen erzeigte nun jenes fast selbst noch hülfloseGeschöpf wahre Muttertreue, wärmte sie, so gut eskonnte, unter seinen Flügelchen, theilte mit ihnenden Bissen und atzte sie; ja es nahm die Freyheit,die man ihm anboth, nicht an, um ganz für diepflegbefohlnen Kinder zu leben. Aber es fehlte deinguten Thierchen, wenn gleich nicht an gutem Mit-