Das Rothkehlchen. Z49
ti ihm so wohl gegangen war, blieb noch «inenhalben Tag im Garten, sah oft nach den Fenstern,und flog endlich traurig über die Gartenmauer. Zuallgemeiner Freude kam das gute dankbare Thier imHerbste freundlich wieder. Der erfreute Naturfor-scher nahm sich vor, ihm, wenn ers wieder entließe,zum Zeichen seiner Treue, ein silbernes Ringelchenum einen Schenkel zu legen; ob es geschehen sep,wissen wir nicht.
Ziemlich nahe an die Erde, unter und aufdickeBüsche, baut da- Rothkehlchen sein Nest ausMoos und Eichenlaub, und füttert es sehr weich aus.Oft bedeckt es dasselbe mit Blättern, durch die einenger Eingang zu den 5—7 mattweißen und braun,gespreukelten Eyern führt, und auch diesen verstopftes oft, wenn es weggeht, mit einem Blatte. DerMann unterhält seine brütende Gattinn mit einemsanften, melancholischen Gesänge voll Zärtlichkeitund Sehnsucht. Nicht gern hat daö Ehepaar Ge,sellschaft um sich. Alle Vögcl, auch die von seiner21", sagt c- aus seinem Busche fort und beißt nachihnen. Auch im Käfig verfolgt das NothkehlcheaseinesGleichci, und andere kleinrVögel,tödtet sie auchwohl gar, und spielt, so klein eS ist, gern den Tpran.