42
I. Chemische Abhandlung
sei mit sehr wenig Kalk gemiscliet. Den Kolben zer-schlug ich, und fand die inwendige Fläche, so weitals das kochende Wasser gestanden, matt und ohneGlanz, welches man aber nur alsdann sehen konnte,wenn das Glas trocken war. Konnte ich wohl nochlänger zweifeln, dass das Wasser durch das bestän-dige Kochen das Glas decomponiren kann? Habeich nicht hier einen wahren Liquor Silicurn? DieErde, so ich erhielt, war also von nichts weniger alsvon meinem Wasser entstanden. Nicht besser gienges mir, nachdem ich etwas defiillirtes Wasser zweyStunden in einem polirten gläsernen Mörser geriebenhatte. Hier bekam das Wasser eine Mischfarbe; nach-dem die weisse Materie sich zu Boden gesetzt hatte,gol's ich das Wasser ab, welches sich wie reines Was-ser verhielt, und keine Spur von Alkali zeigte. Dieweisse Erde aber war nichts anders als zart pulverisir-tes Glas.
Ich habe nichts weiter hinzuzusetzen, als dassverschiedene Druckfehler, sowohl in Ansehung derSprache als wegen der Entfernung des Druckortes,eingeschlichen sind, welche jedoch sowohl die Haupt-sache als den Verstand davon hoffentlich nicht ver-dunkeln werden #).
*) Ich habe mich bemüht alle Druckfehler abzuändern, sowieich mir auch die Erlaubnifs genommen habe, hin und wiederetwas in der Schreibart abzuändern, die mir der grosseScheele, wenn er noch lebte, als einen seiner grösstenVerehrer, gar nicht übel deuten würde. H-