128 V. Vorn Arsenik, und dessen Säure.
g) Obgleich Arseniksäure und Salzsäure, jedefür sich das Silber nicht angreifen, so wird dieses Metallgleichwohl durch die Mischung beyder Säuren merklichangegriffen. Wird die Salpetersäure Silberauflösungmit Kupfer gefället, dieser Silberpräzipitat mit heissemWasser wohl ausgewaschen,'und mit zwey TheilenArse-niksäure, und zwey Theilen Salzsäure, vierzehn Tagelang, in einer verschlossenen Flasche digerirt, so ver-wandelt sich das Silber in ein weiss es Pulver, wirddieses Pulver ausgesüsst und getrocknet, so findet sich,dass es Hornlilber ist. Destillirt man die Säure, diesich über dem weissenPulver befand, ab, so gehet Salz-säure über, welche Arsenik enthält, denn mit ein we-nig Salpetersäure vermengt, und wieder destillirt, lässtsie ein wenig Arfeniksäure zurück. Hieraus folgt,dass während der Digestion die Salzsäure die Erde desSilbers angegriffen hat, und die Arseniksäure seinBrennbares, woraus der Arsenik entstanden ist, wel-cher nachdem durch die Salzsäure mit in den Rezi-pienten geführet worden ist.
§• 2Z-
Mit Quecksilber.
a) Das Quecksilber wird während der Digestion mhArseniksäure nicht angegriffen. Ich that das Mengst 1 1in eine Retorte, und als das Wasser ab destillirt war»verstärkte ich das Feuer. Diese Masse wurde gelb,das Quecksilber stieg, in den Hals hinauf, nebst ein weniZArsenik, und ein wenig gelben, Sublimat. Das Feuer
wurde