VII. Ueber Kiesel, Thon und Alaun. 15g
geschahe aber nicht, e) Hernach wollte ich sehen,wie sich das Kalkwaffer mit der Alaunerde verhielt,liier fand ich, dass dieses Wasser seinen kaustischenGeschmack sehr bald verlohr, und die klare Alaun-erde weiss wurde. Ich seihete etwas von diesemWasser ab, und tröpfelte Weinsteinöl hinzu, aberEs behielt seine Klarheit, auch fällete sich nichtsdurch ätzendes Quecksilber. Nachher solvirte ichden zuletzt erwähnten Präzipitat in Salzsäure, er löstesich ganz und gar auf, ohne Gips zurück zu las-sen. Solchergestalt hatte die Alaunerde sich mit demKalk verbunden, und eine eigne Erde ausgemacht.
Nun dachte ich, eine solche aus Alaunerde undKalk zusammengesetzte Erdart würde wohl den GipsVom Wasser scheiden. /) Ich machte mir daher nochöiehr von dieser zusammengesetzten Erde und ver-mengte sie mit einer Gipsauflösung und lies dasMeng-sel eine Viertelstunde stehen, da ich dann mit Ver-Verwunderung sah, dass der Gips noch im Wasser ent-halten war, und der Präzipitat sich noch in der Salzsäu-re auflöste, ohne Gips zurück zu lassen, g) Ich ver-mengte eine Gipsauslösung mit Kalkwasser, und thatJ eine Alaurierde dazu, dieses Mengsel wurde dem,key (i) erwähnten vollkommen ähnlich, der Präzi-Püat war weiss, und enthielt sowohl Gips als Kalk.Aus diesen Versuchen schloss ich: 1) dass die Vitriol-^hire im Gips sich mit mehr Kalk verbinden kann,als zur vollkommenen Sättigung nöthig ist. 2) Dass^h die Kalkerde mit Alaunerde vereinigen kann. 3 )