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Carl Wilhelm Scheele ... sämmtliche physische und chemische Werke / Carl Wilhelm Scheele ; nach dem Tode des Verfassers gesammlet, und in deutscher Sprache herausgegeben von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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263
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XVIII. Ueber die Säure des Milchzuckers. 263

k a m. Wer also diesen Versuch nachmachen will,öluss nicht zu kleine Retorten nehmen, und die Vor-ige nicht so hark verfuhren. Als das Kochen nach-gelassen hatte, setzte ich die Retorte wieder in denSand, und dehillirte die Salpetersäure ab, bis dashlengsel eine gelbliche Farbe bekam, worauf ich dieRetorte sogleich aus dem Sande nahm. Nach zwey^agen schien die Auflösung sich nicht besonders ver-ändert zu haben, und keine Krystallen-sich zu zei-gen, deswegen that ich wieder acht Unzen eben derSalpetersäure dazu, und setzte die Retorte, wie zu-vor in die Sandkapelle. Sobald das Mengsel warmVvurde, verschwand die gelbe Farbe, die Materiekam wiederum in das vorige Aufbrausen, jedochnicht so heftig. Nachdem diese Bewegung aufgehörthatte, absirahirte ich wiederum die Salpetersäure, bisdie Auflösung, die mittlerweile von einem weissenhhilver getrübt geworden war, eine etwas gelblichefärbe bekam, da ich denn die Retorte aus demSande nahm. Als nun alles zusammen kalt gewor-den war, fand sich die Materie in der Retorte ver-dickt, ich löste sie also wiederum in acht UnzenPasser auf, und liess alles zusammen durch ein Fil-d'Um gehen. Im Filtrum blieb ein wejsses PulverZu rück, das ich absüsste und trocknete, es wog siebendttd eine halbe Drachme. Die Auslösung, die durchshiltrum gegangen war, war sehr sauer; ich evapo-*hte sie zur Syrupsdicke, goss von neuem vier Un-Zer » Salpetersäure zu, welche ich im Kolben in der

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