308 XXII. Versuche und Anmerkungen
und destillirte bey gelindem Feuer. Anfangs kaß 1ein reiner Spiritus, und darauf ein Aether, welchervöllig wie Vitrioläther roch. e) Eisen war unter denMetallen das letzte, mit welchen ich durch Hülfe derSalzsäure einen Aether hervorbringen konnte. Ichsaturirte, vermittelst des Kochens, Salzsäure mit Ei'sensafran, denn mit Eisenfeil entstehet kein Aether»die Auflösung dampfte ich ab, bis zur Confisten*des Honigs, und verfuhr ferner, wie in Lit. d. DerAether, welcher hier entstand, glich vollkommelidem vorhergehenden. Ich gofs melireremale, sowohlauf dieses, als auf das Ueberhleibfel von Wismuth»Weingeist, und erhielt jedesmal bey einer neuen Destillation Aether. Bey dieser Destillation entstehet kei'ne Euftsäure.
§. 4. Um auch hier Gewisheit zu erhalten, obdie Salzsäure als ein Bestandtheil dieses Aethers an' ;zusehen sey, war zuerst nöthig, denselben von dc 1überflüssigen Salzsäure zu reinigen, so viel dieses g e 'schelten konnte. Ich verfuhr daher mit diesem A e 'ther auf dieselbe Art, als mit dem Vitrioläther (§.Diesen solchergestalt von Salzsäure gereinigten Aeth e *mischte ich mit Silberauflösung, da aber hier k el(lNiederschlag geschahe, goss ich alles zusammenein Glas, und zündete Feuer drüber an. Nachdem 1der Aether verbrannt war, fand ich die Silberaufl 0sung milchfarbig, und gleichsam von Hornsilbertrübet, ein Beweis, dass die Salzsäure ein Theil di eses Aethers sey.