342 XXIV. Versuche über die färbende Materie
ten *); worauf die Luft im Rezipienten sogleich Feuerfing, sodann wurde etwas Kalkwasser hineingegossen«welches bald niedergeschlagen wurde. Hieraus kannman folglich schliesset!, dass Luftsäure und Brenn*bares in unserer färbenden Materie enthalten sind»da bey der Destillation des Berlinerblaues, nach'derBeobachtung mehrerer Chemisten, allezeit ein flüch-tiges Laugensalz hervorkömmt, so bereitete ich mitein ganz reines Berlinerblau von Eisenvitriol undLiquor praecipitans.
§.15. <2) Diese Farbe wurde in der Glasretorte
so lange destillirt, bis der Boden der Retorte glühe*te, in dem Rezipienten wurde etwas destillirtes Was-ser vorgeschlagen. Nach geehdigter Destillation fand
man, dass das Wasser färbende Materie und flüchtige*Laugensalz enthielt, aber kein Oel. Die Luft imRezipienten war mit denselben Materien, und mitLuftsäure, imprägnirt; das Rückbleibfel in der Retortewar schwarz, und wurde vorn Magnet gezogen. Folg"lieh glaubte ich auch auf flüchtiges Laugensalz it*dieser färbenden Materie Rechnung machen zu kost*pen. Doch wollte ich erst wissen, wie sich andet e
*) Wenn die Entzündung mit einer Lichtflamme geschieht, ^ist man nicht sicher, ob nicht die Luftsäure vorn Talg eoder von der Lichtflamme entstanden sey, welches mi c ^schon mehrere male beym Abbrennen der entzündbare**Lust hintergangen hat. Daher geht man am sicherste«»wenn die Entzündung durch etwas Schwefel geschiehet'Welcher auf einen Eisendrat befestiget wird.
Anmerk, des Verfassers,