348 XXIV. Verfi üb. d. färb. Mat. imBerlinorblad-
rem Metallkalken: denn, wenn die Auf lösunge; :,;s 'selben mit dem Liquor praecipitans gefallet, und du; - 11mehr hinzugegossenen Liquor wieder aufgelöset w* ! 'den, so bleibt die Auslosung an der freyen Luft klahohne dass der Kalk von der Luftsäure niedergeschl 3 'gen wird.
3) Ein anderer merkwürdiger Umstand ist: daßdiese Materie die metallischen Auflösungen nid^nach einfachen Gesetzen der Verwandschast dekoti 1 'ponirt, ausgenommen das Silber in Salpetersäure auf'gelöset, das Quecksilber in Salpetersäure aufgelösetund die mit Luftsäure geschwängerten Metalle (§.12. «-)'Da man nun findet, dass das Berlinerblau von Sä* 1 'ren nicht aufgelöset wird, so folgt natürlich daraufdass die Verwandschast dieser färbenden Materie zut* 1Eisen grösser ist, als die der Säuren zum Eisen. Nich ,sdestoweniger erfolgt kein Niederfclilag, wenn dies 6Materie mit einer Auflösung von Eisenvitriol ve s 'mischt wird. Es möchte indessen nicht leicht sey 11 'hierüber eine überzeugende Erklärung zu geben *)>
■ Die Herrn We triimb , Hassensratz, I.andriani'U 1 ’^mehrere, haben es durch ihre neuern Versuche zum Th e ^bewiesen, dass der färbende Materie Stoff auch Phosph° rsäure enthält. Herr Lavoisier. hält diese Materieeine Verbindung von Kohlenstoff, Hydrogen und OxyJ e!l ’Merkwürdig ist es, dass, wenn man Salpetersäure über Ph öäyhor abdestillirt, die übergehende Feuchtigkeit, wenn sie v<> rher mit Alkali gesättigt wird, di e Eisenauf lösung blau f ället.