402 XXXII. Ueber d. Sal essentiale Gallarum
wenn man ihn an der Sonne betrachtete; er hatteeinen säuerlichen, aber nicht zusammenziehendenGeschmack, lösste lieh geschwind in heissem Wasserauf, und fällete den Eisenvitriol schwarz. Um nundieses Salz näher kennen zu lernen:
§. 2. Pulverisirte ich ein Pfund Gallapfel, schlugsie durch ein grobes Haarsieb, und goss auf die-ses Pulver in einem gläsernen Kolben eine Kanne(acht Pfund) reines Wasser. Nachdem dieses vierTage gestanden, und während dieser Zeit oft miteiner Glasröhre umgerührt war, filtrirte ich die Tink-tur*), welche klar war, und an Farbe dem Franz-wein glich, und letzte sie sodann in eben dem Glas-kolben, mit Löschpapier bedeckt, in die freye Tust,dieses geschahe im Junius. Nach 'einem Monat fallich nach meiner Infusion, und fand sie mit einer dik-ken Schimmelhaut überzogen, der Niederschlag hattesich noch nicht zu Boden gesetzt, übrigens schmecktesie nicht mehr so adsiringirend, als vorher, sondernmehr säuerlich; ich setzte dieselbe sodann wiederan ihre vorige Stelle mit Löschpapier bedeckt. NachVerlauf von fünf Wochen betrachtete ich die Infu-sion wieder, welche beynahe auf die Hälfte verdampft
*) Wenn man heisses Wasser gebraucht, oder die Mischung i<*warme Digestion setzt, so wird die Tinktur nie klar, hier-durch kam ich darauf, kaltes Wasser und kalte Digestionenau gebrauchen.
Anmerk. des Herrn Verfassers.