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Carl Wilhelm Scheele ... sämmtliche physische und chemische Werke / Carl Wilhelm Scheele ; nach dem Tode des Verfassers gesammlet, und in deutscher Sprache herausgegeben von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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XXXIII. Neue Beweise

und die Säure einen freyen Zugang zum Glase würdebekommen haben. Nach einer Stunde nahm ich dieVorlage ab, und befand das Wasser sehr sauer undrauchend, fand aber keine Haut oder Kieselerde dar-auf,- ich sättigte einen Theil von dieser Säure mitWeinsteinalkali, sie hielt sich klar, und liess nichtsfallen. Eben so verhielt sich diese Säure mit demflüchtigen Alkali; also ist das Daseyn einer Flussspat-säure ohne diese besondere Erde bewiesen. Ich wer-de diese Säure nach diesem die reine Flussspatsäurenennen. Darauf wiederholte ich denselbigen Ver-such, nur mit dem Unterschiede, dass ich zu der Mi-schung des Flussspatpulvers und Vitriolöls, etwas immessingenen Mörser zartgeriebenen Bergkrystall setzte,und legte auch die mit Wachs auf der innern Flächeüberzogene Vorlage vor. Nach einer Stunde nahmich sie wieder ab, und fand das darin enthaltene Was-ser von dem übergegangenen und flüchtig gemach-ten Kiesel ganz dick; ich filtrirte die Säure, und nach-dem ich solche mit Weinfieinalkali gesättigt hatte,wurde solche gänzlich dick und gallertartig. Wersiehet liier nun nicht, dass die Erde in der gewöhn-lichen Flussspatsäure nur zufällig ist, und von derKieselerde in der gläsernen Retorte herrühre. Wei-ter sagt Herr Achard: die flüchtig gemachte Erdelässt sich mit vegetabilischem Laugensalze wiederscheiden, und man erhält, wenn Vitriolöl zur Destil-lation gebraucht worden, einen vitriolisirten Wein-stein. Er hat also die Destillation in gläsernen Ge-