der Geflalt und Gr'össe der Erde. 3
endlichen Wurzel, und nach indianischen Völ-kern auf vier Elephanten ruhen.
3. H. Es ist aber nicht zu glauben, dass diegenannten Männer so ungereimte Meinungenvon der Gestalt der Erde geheget haben. Denndie Sternkunde hatte zu ihren Zeiten schon ei-nen guten Fortgang gemacht. Thales , wel-cher vor ihnen gelebt, hatte schon Finsternissevorgesaget. Dieses kann mit einer so grossenUnwissenheit der Figur der Erde nicht beste-hen. Zudem hat Arlßoteles , welcher noch vormanchem dieser Weltweisen gewesen, schondie runde Gestalt der Erde erkannt, und durchähnliche Gründe, wie hier folgen, bewiesen.
4. §. Es fällt nämlich, wenn der Voll-mond verfinstert wird, auf ihn der Schattender Erde. Dieser erscheinet da immer rund ,die Finsterniss mag in was immer für einerGegend des Himmels geschehen : so muss dannauch wohl die Erde rund, und zwar, wenig-stens beynahe , kugelrund seyn. Dieses erwei-sen auch die Schisse, welche vorn Ufer wegaufs hohe Meer laufen: denn diese verschwin-den dahinter nach und nach, und endlichganz, so dass sich erst die untern Theile desSchisses, hernach die hohem, die Mastbäume,die Segel, und das ganze Schiff, aus dem Ge-sichte verlieren. Ein gleiches begegnet denSeefahrern, welche beym Ablaufen, erst dieniedrigen Ufer, hernach die hohem Gebirgeund Thürme, endlich das ganze Erdreich ausdem Gesichte verlieren. Das Widerspiel ge-schieht , wann sie ankommen: wo sie erst diehohen Gebirge und Thürme, hernach die nie-
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