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für die Geographie.
Meridianbögen, und die andern ebenfalls durchgerade Linen als soviel Parallelbögen, wennder Plan nicht viel Grade in sich hält, Zusam-men ; so zeigen diese darauf der Oerter Längeund Breite.
9. Einen Durchschnitt der Erdkugel nachdem Meridian von etlichen Graden zu ver-zeichnen: dieser sey der von Wien, Herrn Lies*ganigs Messung dreyer Grade des daligen Me-ridians in solchem vertikalen Durchschnitte,welchen das Titelkupfer vorstellet: da zieheman erst eine gerade oder die Mittagsline inder Grösse als man die Verzeichnung machenwill; bestimmet hierauf den Ort (Wien) desMeridians , und eines Grades Grösse , folglichauch des Halbmessers leine, der beynahe 57mallogross als ein Grad ist; richtet da in demOrte (Wien) eine Senkrechte auf, und ziehtaus denselben Orte eine andere (welche vonihr so viel abweichet, als der Erde Radius vonder Vertikale, hier 5' 45", welche Abweichungaber in der Figur kaum merklich ist) in derGrosse dieses Halbmessers, und beschreibet da^mit einen Zirkelbogen, welcher von der Mit-tagsline, die hier von der Tangente gegen Sü-den aufwärts 5^45" folglich kaum merklich ab-weichet, geschnitten wird, der Bogen des Me-ridians ist, und bey einem Grade T f T Grad =3
Minute, und nach dem zweyten Grade,wenigstens 4° oder 2 Minuten niedriger, alsdie Tangente ist. In unserer Figur, hat einGrad 2 Wienerzoll, folglich der Halbmesser114 solche Zolle oder 9' 6", und die Gegendvon Warasdin ist nicht viel über 2 MinutenP 2 des