Voiles u n g VII.
Störungen der Planeten.
Wir haben oben gesehen , dass die Planeten und Kometensich in Ellipsen bewegen , in deren einem Brennpuncte dieSonne ist, und zwar so, dass die Räume, welche ihre Ra-dien zurücklegen , den Zeiten proportional sind, und dassendlich die Quadrate der Umlaufszeiten dieser Körper umdie Sonne sich wie die Würfel der halben grossen Axen ih-rer Bahnen verhalten. Diese drey von Kepler entdecktenGesetze hat Newton ein Jahrhundert später durch dieKraft seiner Analyse aas dem einzigen und allgemeinen Ge-setze der Schwere, von welchem jene drey blosse Folgensind, abgeleitet, indem erzeigte, dass sich alle Körper desHimmels im geraden Verhältnisse ihrer Massen, und ver-kehrt, wie die Quadrate ihrer Entfernungen anzichen.
Diese gegenseitige Anziehung der Planeten unter einan-der ist die Ursache, dass sie sich nicht unveränderlich undimmer in derselben Bahn um die Sonne bewegen. Da aber,nach Seite 7, die Masse aller Planeten gegen die derSonne nur sehr klein ist, so werden auch diese, durch dieAttractionen der Planeten entstehenden Störungen ihrerBewegung um die Sonne im Allgemeinen nur gering seynkönnen, um so mehr, da diese Planeten selbst durch sogrosse Entfernungen von einander getrennt sind , dass mansie in ihrer Berechnung trennen, und die Störung eines je-den derselben auf den andern einzeln und isolirt betrachtenkann. In dieser Betrachtung besteht das Problem der