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Stefano Franscini's Statistik der Schweiz / bearbeitet von G. Hagnauer
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belauft sich auf 7oo bis 1200 Fuß. DieSseit der Alpen istder niedrigste Landstrich der vom Rhein in seinem Laufevom Bodensee bis nach Basel bespülte und auch derjenigeder Nieder. Aar und der Nieder.Rcuß. Die Erhebung fälltzwischen 800 und 1500 Fuß über dem mittelländischen Meere.UebrigenS ist fast das ganze Land in fortgehender Abdachung/und ist bi6 zur Höhe von 2000 Fuß völlig bewohnt. Indiesem Landstrich sind Dörfer/ Flecken und Städte in Menge.Höher hinauf verschwinden aber Städte und Flecken/ ob-wohl Dörfer bis zur Höhe von 3600 Fuß nicht selten sind.Wetter von da werden die Menschen-Wohnungen seltener/und es finden sich fast nichts mehr als Dörfchen und geringeBehausungen, Dieser Höhe gehören die Sennhütten an/wo die Milch des ViehS/ das den Sommer auf den Schweizer .Bergen zubringt/ verarbeitet wird.

(Lage in Betreff der Gesundheit.) Die Lage der

Schweiz ist demnach sehr hoch/ und abgedacht/ daher auchgesund. Was aber diejenigen unserer Gegenden betrifft/ diein der Ebene liege«/ muß bemerkt werden/ daß/ wenn siesich in engem und von hohen Bergen beherrschtem Thal be-finden/ die Lage der Gesundheit nicht zuträglich ist. Indiesem Falle sehen wir nicht wenige Oerter der CantoneTessin/ WalliS und anderer.

(Sicherheit der Lage.) Betrachten wir die Lage vonSeiten der Sicherheit/ so ist offenbar/ daß sich die Schweiz eines der bcgünstigetsten Länder der Welt nennen kann. Inder That sind ihr jene schrecklichen und zerstörenden Erd-beben/ welche in den unfern des MecrS gelegenen ebenen undgebirgigten Gegenden so oft wüthen/ beynahe unbekannt.Die Geschichte weißt sehr wenige Unglücksfälle der Art inder Schweiz auf. Und nicht viel mehr solcher., die vonUcbcrschwemmungen herrühren. Vermöge der beynahe durch-gängigen Neigung des Landes können bey uns jene schreck-lichen Anschwemmungen nicht statt haben/ welche Meere/oder Sce'n oder Flüsse in den weiten Ebenen verursachen.Bey uns kennt man fast nur theilweise und beschränkteAuStritte der Bergströme/ wann sie durch langwierigenRegen hoch angeschwollen und furchtbar sind enrch das/ wassie von Walb und Fels au5> den Bergen herab mit fort-