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send Menschen und in der Verwüstung ansehnlicher Land-schaften.
Die schweizerischen Gebirgsbewohner kennen die Lagensehr gut, welche durch Lauinen gefährdet sind, und hütensich sehr, Wohnungen für sich oder für ihr Vieh darauf zubauen. Sie wissen, welches die gefährlichsten Zeitpunktesind; daß, zum Beispiel, so lange der staubige lockere Schneenicht von den Tannen gefallen ist, sie Lauinen zu erwartenhaben; daß diese um so häufiger sind, je weicher der frisch,gefallene Schnee ist; daß, so oft auf die gefrorene Ober-fläche alten Schnce's neuer fällt, Laninen zu befürchtensind. Ihre Dörfer und einzelnen Behausungen stellen sie inden Schutz von Waldung, die unter schwerer Strafe nichtangetastet werden darf. Solche Vorsicht hilft sehr viel.Verdünnt sich aber durch irgend eine Ursache das Gehölzda wo das Erdreich zu Thal geht, dann ist der arme Ge-btrgöbewohncr gewärtig, daß früher oder später die Lauineneindringen und am Ende sich einen Verheerungsweg bahnen.Unglücksfälle der Art sind nicht ohne Beyspiel. Bisweilengeschieht es auch, daß eine ungestüme und außergewöhnlicheLauine sich plötzlich eine breite Bahn durch das dichtesteGehölz macht. Vielleicht würden unsere Alpenbewohncrähnliche Unfälle weit weniger zu befürchten haben, wenn siein ihren Schutzwäldern junge Bäume sorgfältig aufzögen,und wenn diese groß und stark geworden sind, hie und daeinen Baum wegschafften, dessen morsches Alter keinemstarken Anfall mehr trotzen könnte. Ferners gehen dieSchweizer , welche in gefährlichen Zeitpunkten über dieAlpen reisen müssen, in Gesellschaft, je in einiger Entfer-nnng von einander, um im Fall eines Unglücks dem vonder Lauine Verschütteten Hülfe leisten zu können; denn wennsie alle zusammen giengeu, könnten sie auch alle gefaßt wer-den und umkommen. In den am meisten gefährdeten Gegendennimmt man den Pferden und Maulthieren die Schellen ab,begiebt sich des Morgens früh auf den Weg, bevor dieSonne den Schnee locker und geneigt gemacht hat, sich zulöse» und zu fallen, und dann geht man mit der größtenSchnelle und Stille vorüber. Bevor man die gefährlichstenStellen betritt, feuert man zuweilen Pistolen ab, damit die