Band 
Zweyter Theil.
Seite
183
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ten, als die völlige Bedeckung der ganzen Bilder. Dann istdie halbe Differenz der beyden Zahlen der Collimationsfeh-ler, und die halbe Summe der Durchmesser der Sonne.

II. Die Axe des Fernrohrs, d. h. die Linie, welche denMittelpunct des Objectivglases mit der Mitte des Sehfeldesverbindet, muss ferner mit der Ebene des Sextanten parallelseyn. Um sich davon zu überzeugen, bringe man z. B. dienächsten Ränder der Sonne und desMondes, wenn derWin-kel dieser beyden Gestirne von einander sehr gross ist , zurBerührung am Rande des Sehfeldes, stelle die Alhidade durchihre Druckschraube fest, und führe den Berührungspunctan das entgegengesetzte Ende des Feldes. Schneiden sichliier die Ränder, so steht das Objcctivende des Rohrs zu weitvom Sextanten ab und umgekehrt. Auch lässt sich durch eineeigene Schraube der Ring, welcher das Fernrohr trägt, überder Ebene des Sextanten erhöhen und erniedrigen. Sieht manden unmittelbar, ohne Reflexion gesehenen Gegenstand durchden oberen durchbrochenen Theil des kleinen Spiegels nichtdeutlich genug, so muss das Fernrohr erhöht werden.

Um zu untersuchen, ob die Spiegel auf beyden Seitenparallel sind, suche man in dem Spiegel das Bild eines sehrentfernten, wohl begränzten Gegenstandes in einer gegenden Spiegel sehr schiefen Lage auf. Sieht man ein doppeltesBild des Gegenstandes, so sind die beyden Seiten des Spie-gels nicht parallel. Je dunkler die Farbe des Spiegels ist,desto besser ist er poiirt, desto besser wird man also durchihn sehen.

Zur Beobachtung der Sonne hat man, um die Augenzu schonen , eigene Blendgläser. Um zu sehen, ob ihre bey-den Seiten parallel sind, lasse man die zwey Bilder der Sonnesich scharf berühren , und ändere die Gläser, oder drehe siein ihrerf Fassungen. Bleibt die Berührung ungestört, so sinddie Blendungen gut. Übrigens, wenn man bey den Beobach-tungen dieselben Blendungen braucht, die man bey der Be-stimmung des Collimationsfehlers gebraucht hat, so hat einFehler in dem Parallelismus keine nachtheiligen Folgen aufdie Beobachtungen selbst.

III. Zur Beobachtung der Höhe irdischer und himm-lischer Gegenstände braucht man natürliche oderkünst-